Novak Djokovic in Genf auf dem Weg zum 100. Titel seiner Karriere: "Ich spiele im Moment wirklich sehr gutes Tennis"
VonThomas Gaber
Update 23/05/2025 um 14:03 GMT+2 Uhr
Seit seinem Olympiasieg im August 2024 wartet Nova Djokovic auf den 100. Turniersieg seiner einzigartigen Karriere. Außer einer Finalteilnahme in Miami im März kam in den letzten 18 Monaten nicht viel vom Serben, bei seiner French-Open-Generalprobe in Genf blüht der 28-Jährige aber plötzlich auf. Eurosport-Experte Boris Becker ist dennoch skeptisch, was Djokovics Zukunft im Profitennis betrifft.
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Quelle: SNTV
Vom Publikum gab es am Donnerstag ein kleines Ständchen für Novak Djokovic. Der "Happy Birthday"-Klassiker machte im Genfer Tennisstadion die Runde anlässlich des 38. Geburtstags des Serben.
Djokovic hatte gleich doppelt Grund zur Freude. Durch einen 6:4, 6:4-Sieg gegen den Italiener Matteo Arnaldi zog er ins Halbfinale des 250er-ATP-Turniers von Genf ein und kommt damit seinem 100. Titel wieder ein Stück näher.
"Das Ergebnis sieht deutlicher aus, als es war. Ich war im zweiten Satz 1:4 hinten und musste alles aus mir rausholen. Aber ich spiele im Moment wirklich sehr gutes Tennis", sagte Djokovic beim On-Court-Interview, ehe er einen Schokoladenkuchen mit Wunderkerzen überreicht bekam.
"Es ist toll, wieder im Halbfinale zu stehen", so Djokovic weiter, "letztes Jahr habe ich das Halbfinale erreicht. Hoffentlich kann ich dieses Jahr einen Schritt weiter gehen. Das ist das Ziel." In der Runde der letzten Vier trifft er auf den Briten Cameron Norrie (16:00 Uhr im Livescoring).
Djokovic fühlt sich mental fit
Er sei vor allem mental sehr gut drauf. "Ich mache in den wichtigen Momenten die richtigen Schläge. Das hilft enorm, vor allem dann, wenn das Match auf des Messers Schneide steht", sagte er.
Vor seinem Auftritt in Genf hatte Djokovic 2025 auf Sand noch kein einziges Match gewonnen. In der Schweiz sammelt er das dringend benötigte Selbstvertrauen, auch wenn die großen Gegner fehlen.
Außer Alexander Zverev, der in Hamburg bereits im Achtelfinale ausschied, macht die Weltelite in der Woche vor Beginn der French Open in Paris (ab 25. Mai live bei Eurosport und discovery+) Pause.
Trotz seiner eher mauen Saison müsse man in Roland-Garros mit Djokovic rechnen, meint Eurosport-Experte Boris Becker. "Er hat so viele große Turniere gewonnen, daher muss man ihn immer auf der Liste haben", so Djokovics ehemaliger Trainer.
Becker: "Djokovic muss mit der Realität auseinandersetzen"
Allerdings, so Becker, müsse der 24-malige Grand-Slam-Champion der Realität ins Auge sehen. "Ich glaube, er hat noch Tennis in sich, aber er muss realistisch sein. Er wird nicht jünger und kann nicht ewig spielen. Das sind die Fakten", sagte Becker der britischen Zeitung "The Independent".
Beckers Ratschlag: "Novak muss sich mit der Realität auseinandersetzen und sich Gedanken darüber machen, wie lange er noch spielen kann. Das wäre eine kluge Entscheidung."
An ein Karriereende denkt Djokovic aber noch nicht. Was zählt, ist der nächste Meilenstein seiner Karriere: Titel Nummer 100.
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Quelle: Eurosport
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