Indian Wells: Jannik Sinner bricht 48 Jahre alten Rekord von Adriano Panatta und verrät größte Stärke
Der Erfolgslauf von Australian-Open-Sieger Jannik Sinner im Jahr 2024 geht weiter. Der Drittrundensieg in Indian Wells (6:3, 6:4) gegen Jan-Lennard Struff war saisonübergreifend bereits sein 17. in Folge. Rekord! Eine längere Siegesserie war bislang keinem italienischen Tennisspieler geglückt. Auf der anschließenden Pressekonferenz verriet Sinner eines seiner Erfolgsgeheimnisse.
17. Sieg in Folge! Sinner schlägt auch Struff
Quelle: SNTV
Bereits nach 74 Minuten verwandelte Jannik Sinner seinen ersten Matchball gegen Jan-Lennard Struff. Auch der deutsche Aufschlagriese konnte den jungen Italiener, der sein Konto auf saisonübergreifend 17 Siege in Folge ausbaute und damit den Rekord des ehemaligen Tennisstars Adriano Panatta brach, nicht stoppen.
Der heute 73-Jährige hatte 1976 zwischen März und Juni 16 Spiele hintereinander gewonnen. Das war im Anschluss 48 Jahre lang keinem männlichen italienischen Tennisprofi mehr geglückt – bis Sinner kam.
"Ich habe großes Vertrauen in meine Schläge", kommentierte der 22-Jährige seine nächste Gala-Vorstellung zunächst nüchtern, ging auf der Pressekonferenz nach dem Match aber nochmal genauer auf die Gründe für seinen Höhenflug ein.
Angesprochen auf seine größte Qualität antwortete Sinner: "Ich habe großen Respekt für alle Spieler, aber habe keine Angst davor, gegen sie anzutreten."
Sinner: Angst vor Abfahrten, aber nicht im Tennis
Diese Eigenschaft helfe ihm vor allem in Drucksituationen, wenn es um wichtige Punkte geht. Dann spiele Sinner besonders offensiv. "Meistens warte ich nicht ab und schaue, was mein Gegner macht. Wenn ich also eine Qualität wählen müsste, dann ist es diese."
Zudem verspüre er auf dem Tennisplatz keine Angst. Anders als bei Skirennen in seiner Jugend. "Als ich noch Ski gefahren bin, habe ich realisiert, dass ich Angst vor Abfahrten hatte. Wenn du sehr schnell fährst und 20, 30 Meter weit springst, dann ist das etwas anderes." Tennis dagegen sei "am Ende des Tages nur ein Spiel. Manchmal klappt es in wichtigen Momenten, manchmal nicht."
Im Achtelfinale von Indian Wells, wo Sinner nach den Triumphen in Melbourne und Rotterdam seinen dritten Turnersieg 2024 jagt, trifft der Italiener im Youngster-Duell auf den 21-jährigen Ben Shelton.
Im Halbfinale könnte es zum Aufeinandertreffen mit Carlos Alcaraz kommen. Mit einem Sieg im direkten Duell würde Sinner den Titelverteidiger von Platz zwei in der Weltrangliste verdrängen.
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Quelle: Eurosport
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