Endlich wieder Madrid. Nirgendwo sonst fühlt sich Alexander Zverev auf dem Tenniscourt so wohl, wie in der spanischen Hauptstadt.
"Madrid ist mein Lieblingsplatz. Ich habe mich hier immer wohl gefühlt und habe gute Resultate erreicht. Das ist eines der größten Turniere auf der Welt mit den besten Spielern der Welt", sagte Zverev in einem Interview mit dem "Tennis Channel" nach seinem Dreisatzsieg gegen Marin Cilic.
Zverevs Bilanz beim Masters in Madrid lautet 16:2, 2021 holte er sich den Titel durch einen Finalsieg gegen Matteo Berrettini.
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"Es ist nicht einfach hier mit der Höhe. Aber ich komme damit gut zurecht. Dieses Turnier passt einfach zu mir", sagte Zverev.

Alexander Zverev: "Ich bin nicht glücklich mit meinem Status"

Das gilt längst nicht für alle anderen Veranstaltungen auf der Tour. Zuletzt schied Zverev beim Heimspiel in München früh aus und bezeichnete seine Leistung gegen Holger Rune als "schlechste in den letzten sechs Jahren".
Generell ist der 25-Jährige nicht zufrieden mit seinen Ergebnissen in diesem Jahr. "Ich bin nicht glücklich mit dem Status, den ich derzeit als Tennisspieler habe. Aber ich bin da, wo ich bin", so Zverev.
Das habe in erster Linie mit Konzentrationsmängeln zu tun. "Ich muss mit vielen Dingen klarkommen, die nicht unbedingt etwas mit Tennis zu tun haben. Ich hoffe, ich kann mich wieder voll auf Tennis fokussieren, um wieder ein besserer Spieler zu werden", sagte er.

Alexander Zverev verspürt zeitlichen Druck

Ewig hat er dafür aber nicht mehr Zeit. Mit 25 sei er "nicht mehr der Jüngste als Tennisprofi", erklärte Zverev.
"Die Karriere eines Tennisspielers ist zeitlich limitiert. Wenn man jung ist, denkt man sich: 'Ach, ich habe ja noch genug Zeit, ich bin eher Jäger als Gejagter. Das hat sich geändert. Ich sollte meine ganze Konzentration ab jetzt dem Tennissport widmen."
Ganz offen gibt Zverev am Ende des Interviews menschliche Schwächen zu, die vielleicht mehr Erfolge auf dem Court verhindert hätten.
"Ich habe in meinem Leben viele Fehler gemacht, auf dem Tenniscourt, aber auch außerhalb. Aber es gibt immer Gründe, warum Fehler passieren. Alles im Leben passiert aus einem bestimmten Grund. Das Wichtigste ist, dass man aus seinen Fehlern lernt", sagte Zverev.
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