ATP Masters Madrid: Carlos Alcaraz ringt Novak Djokovic in epischem Halbfinal-Thriller nieder

Carlos Alcaraz hat nach seinem Viertelfinalcoup gegen Rafael Nadal beim ATP Masters in Madrid den nächsten Paukenschlag folgen lassen. Der 19-Jährige rang Novak Djokovic in einer spektakulären Partie nach 3:35 Stunden mit 6:7 (5:7), 7:5, 7:6 (7:5) nieder und steht damit im Endspiel des Sandplatzturniers. Dort wartet der Sieger der Partie zwischen Alexander Zverev und Stefanos Tsitsipas.

Epischer Fight - die Highlights zum Djokovic-Aus gegen Alcaraz

Quelle: Eurosport

"Es war so knapp. Er hatte am Ende des zweiten Satzes die Chance, meinen Aufschlag zu brechen. Auch im ersten Satz war es im Tiebreak eng. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was den Unterschied ausgemacht hat", gab Carlos Alcaraz nach der epischen Partie zu. Der Teenager erlebte in der Caja Mágica die zweite Premiere innerhalb von 24 Stunden.
Alcaraz fand den perfekten Einstieg ins Match, nahm dem Weltranglistenersten gleich das erste Aufschlagspiel ab und erhöhte auf 2:0.
Djokovic steigerte sich allerdings, vor allem beim Aufschlag war der Serbe nun stabiler - und auch beim Return lief es von Minute zu Minute besser. Die Folge: Djokovic machte aus einem 2:4 ein 5:4.

Djokovic dreht im Tiebreak auf

Im Tiebreak hatte der dreifache Madrid-Champion dann Oberwasser. Djokovic spielte extrem druckvoll und ging mit 6:2 in Führung. Alcaraz versuchte alles, kämpfte sich wieder auf 5:6 heran. Nach 62 Minuten aber ging Satz eins mit 7:5 im Tiebreak an die Nummer eins der Welt.
Alcaraz zeigte sich indes gut erholt vom Rückstand. Der 19-Jährige blieb fokussiert und variabel. Immer wieder spielt er Serve-and-Volley, suchte den Weg ans Netz. Die Zuschauer waren begeistert vom couragierten Auftritt des Supertalents.
Beide Spieler waren absolut auf Augenhöhe - bis zum Stand von 4:4 gab es nur eine Breakchance im zweiten Satz, die Djokovic abwehren konnte.
Im neunten und elften Spiel war es dann Alcaraz, der jeweils eine Breakmöglichkeit des 34-Jährigen zunichte machte. Es war ein faszinierendes Duell der Generationen. Beeindruckend, wie sich der Youngster immer wieder aus brenzligen Situationen befreite.

Alcaraz verwandelt Caja Magica in Tollhaus

Mehr noch: Nach einer sensationellen Rally holte sich Alcaraz den Punkt, das Break und nach etwas mehr als zwei Stunden Spielzeit den Satzausgleich. Die Caja Mágica glich einem Tennis-Tollhaus.
Alcaraz war nun am Drücker, vergab im dritten Satz aber bei 2:1 drei Breakbälle. Das Match hatte oberstes Grand-Slam-Niveau. Beide Kontrahenten hatten weitere Breakmöglichkeiten, die aber ungenutzt blieben. So etwa im zehnten Spiel, als Alcaraz sogar Matchball hatte. Und Djokovic? Servierte ein Ass.
So kam es, wie es kommen musste: der Tiebreak entschied dieses grandiose Halbfinale - und es war der Herausforderer, der die besseren Nerven hatte. Mit einer klasse Vorhand machte Alcaraz den Sieg und den Einzug ins Finale perfekt. Beeindruckend: Der 19-Jährige schlug satte 51 Winner, mehr als doppelt so viele wie Djokovic (24).

Alcaraz: "In der Lage, die besten Spieler der Welt zu schlagen"

"Das gibt mir viel Selbstvertrauen für das morgige Finale", betonte Alcaraz. "Ich weiß, dass ich ein wirklich gutes Spiel gespielt habe. Für den Rest der Saison weiß ich nun, dass ich in der Lage bin, gegen die besten Spieler der Welt zu spielen und sie auch zu schlagen."
Das soll am Sonntag auch der Endspielgegner zu spüren bekommen, ob er nun Alexander Zverev oder Stefanos Tsitsipas heißt.
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Was für ein Krimi - die besten Szenen zum Nadal-Sieg

Quelle: Eurosport

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