ATP Masters Madrid: Alexander Zverev arbeitet an großen Karrierezielen - nutzt er die Chance in Abwesenheit von Carlos Alcaraz und Jannik Sinner?

Alexander Zverev hat - so scheint es - gerade noch rechtzeitig die Wende geschafft, um in der Sandplatzsaison seine beiden großen Karriereziele angreifen zu können: einen Grand-Slam-Titel und Platz eins in der Weltrangliste. Die kommenden Tage beim ATP Masters in Madrid werden zeigen, in welche Richtung die Reise geht. Zunächst aber geht es darum, keinen neuen Angstgegner entstehen zu lassen.

Trotz Fehlstart und Ärger um Hawk-Eye: Zverev beißt sich durch

Quelle: Perform

Endlich. Die Konstanz ist zurück. Sieben Siege in Serie, der Titel in München, die Verbesserung im Ranking auf Platz zwei - Alexander Zverev präsentiert sich wieder so, wie es von einem der Besten der Welt erwartet wird.
Größtenteils jedenfalls. Beim 2:6, 7:6 (7:3), 7:6 (7:0) gegen Alejandro Davidovich Fokina in der 3. Runde von Madrid verfiel der 28-Jährige in unschöne, alte Muster. Das Weiterkommen stand massiv auf der Kippe.
Zverev habe "den Schreck gegen David Fokina überlebt", schrieb die ATP passenderweise auf ihrer Webseite. Der Hamburger selbst sprach von einem "Tag mit vielen Aufs und Abs".
Die Enttäuschung des verlorenen Australian-Open-Finals im Januar und die folgende Pleiten-Serie im Februar und März aber "habe ich hinter mir gelassen", betonte Zverev in Madrid. Der Titel von München sei ein Schub fürs Selbstvertrauen gewesen, "endlich spiele ich gutes Tennis".
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Zverev stürmt beim Masters gegen Bautista Agut in dritte Runde

Quelle: Perform

Knifflige und enge Matches wie jenes gegen Davidovich Fokina oder gegen Tallon Griekspoor im Viertelfinale von München dreht Zverev inzwischen wieder zu seinen Gunsten. Der Aufwärtstrend hält an - und das in einer Phase, wo Ranking-Punkte goldwert sind.

Nutzt Zverev die Gunst der Stunde im Ranking?

Zum einen, weil Carlos Alcaraz Madrid verletzungsbedingt auslassen muss und infolgedessen 200 Zähler verliert. Erst vor einer Woche ist Zverev am Spanier in der Weltrangliste vorbeigezogen - nun hat er in der Caja Mágica die Chance, den Vorsprung auszubauen.
Gewinnt der Olympiasieger von 2021 das Turnier, bei dem er vor einem Jahr bereits im Achtelfinale ausschied, stockt er sein Konto um satte 900 Punkte auf, was fast einer Halbierung des Rückstands auf Branchenprimus Jannik Sinner entspräche.
Klar ist auch: Zverev braucht den Erfolg dringend, um die Jagd auf Platz eins voranzutreiben. Allein beim kommenden Masters in Rom und den French Open hat er als Titelverteidiger beziehungsweise Vorjahresfinalist 2300 Zähler zu verteidigen.

Zverev schwärmt von Madrid: "Centre Court mein Lieblingsplatz"

Der laufende Wettbewerb in der spanischen Hauptstadt ist indes ein sehr gutes Pflaster für Zverev. "Wir befinden uns auf 700 Metern Höhe. Die Bälle sind viel schneller, springen deutlich höher ab. Das passt zu meinem Spiel", so der Weltranglistenzweite.
Die Madrid Open seien eines seiner "Lieblingsturniere, der Centre Court mein Lieblingsplatz. Ich habe in meinem ganzen Leben hier nur zwei Mal verloren, es ist also ein besonderer Ort für mich." 2018 und 2021 holte Zverev den Titel in der Caja Mágica, 2022 stand er im Endspiel.
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Highlights: Zverev beschenkt sich mit Titel in München zum Geburtstag

Quelle: Eurosport

Diese Ergebnisse sind auch in diesem Jahr die Messlatte, doch schon das Achtelfinale (Dienstag im Livescoring bei Eurosport.de) hat es in sich. Der 28-Jährige bekommt es mit Francisco Cerúndolo zu tun. Der Argentinier ist ein absoluter Sandplatzspezialist, klopft an die Tür der Top 20 und ist mit seiner hervorragenden Vorhand extrem schwer zu bespielen.

Angstgegner Cerúndolo verhindern

Cerúndolo hat zudem bewiesen, dass er mit Zverevs Spiel gut klarkommt. Die beiden bisherigen Duelle mit dem Deutschen entschied der 26-Jährige für sich, zuletzt vor rund zwei Monaten im Viertelfinale von Buenos Aires - natürlich auf Sand.
Als Zverev vor einem Jahr in Madrid im Achtelfinale ausschied, hieß der Gegner Francisco Cerúndolo. Nun kommt es also, erneut in der Runde der letzten 16, zur Neuauflage.
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Local favourite Cerundolo upsets top seed Zverev to reach semis in Argentina

Quelle: SNTV

Zverev geht trotz der Vorgeschichte als Favorit in die Partie. Ein Sieg würde verhindern, dass Cerúndolo sich als Angstgegner etabliert und gleichzeitig dafür sorgen, dass der Hamburger seine Titelansprüche als Nummer eins der Setzliste untermauert.
Er habe gegen Davidovich Fokina nicht sein Topniveau erreicht und im ersten Satz "schrecklich" gespielt, dafür sei die Leistung im Auftaktmatch gegen Roberto Bautista Agut (6:2, 6:2) "unglaublich gut" gewesen. "Ich hoffe, dass ich das jetzt wieder abrufen kann", so Zverev.
Gelingt ihm dies noch bis zum Sonntag, dann dürfte dem dritten Masters-Titel in Madrid wenig im Wege stehen.
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Zverev legt in Madrid los: Titel in München "gibt Selbstvertrauen"

Quelle: Perform


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