ATP Madrid: Alexander Zverev zielt deutlich höher - Hamburger im Viertelfinale gegen Flavio Cobolli auf Revanche aus

Alexander Zverev ist am heutigen Donnerstag im Viertelfinale des ATP Masters von Madrid gefordert. Im Kampf ums Halbfinale bekommt es die deutsche Nummer eins mit dem Italiener Flavio Cobolli zu tun, der auf der Tour aktuell zu den heißesten Spielern zählt - und dem Hamburger vor zwei Wochen eine empfindliche Niederlage zufügte. Zverev peilt die Revanche an, zielt aber wie gewohnt deutlich höher.

Highlights: Zverevs erfolgreiche Nachtschicht

Quelle: SNTV

Die Chance zur Revanche bietet sich ihm schneller als gedacht. Heute Abend steht Alexander Zverev im Viertelfinale des ATP Masters von Madrid dem Italiener Flavio Cobolli (ab 20:00 Uhr im Liveticker) gegenüber.
Knapp zwei Wochen zuvor musste sich die deutsche Nummer eins beim Heimturnier in München geschlagen geben, nach zwei kurzen Sätzen war für ihn im Halbfinale Schluss (3:6, 3:6).
In der spanischen Hauptstadt will Zverev das Momentum nun wieder auf seine Seite ziehen.
Den ersten Schritt dahingehend hat der Hamburger bereits absolviert: Erstmals seit seinem Finaleinzug vor vier Jahren steht er in der Caja Mágica in der Runde der letzten Acht. Am Ende des Tages zielt Zverev aber deutlich höher.

Madrid-Masters: Zverev macht's wie Sinner

"Ich bin sehr glücklich mit meinem heutigen Kampf", resümierte der 29-Jährige nach seinem Achtelfinalsieg über Jakub Mensik (6:4, 6:7, 6:3). "In dieser Höhe gegen ihn spielen - das ist sehr, sehr schwierig."
Auf über 650 Höhenmeter fühlt sich Zverev allmählich wieder pudelwohl. Im Duell mit Mensik feuerte der Olympiasieger von 2021 zwölf Asse ab, 81 Prozent der Punkte beim ersten Aufschlag entschied er für sich.
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Alexander Zverev steht beim ATP-Masters in Madrid im Viertelfinale

Fotocredit: Getty Images

Mit seinem insgesamt 28. Sieg in Madrid hat er zudem einen Meilenstein erreicht: Neben Jannik Sinner (2024, 2026) ist er erst der zweite Spieler in diesem Jahrzehnt, der in den ersten vier Masters-Turnieren einer Saison jeweils das Viertelfinale erreichte.
Dass zwei Profis dieses Kunststück im selben Jahr gelingt, war übrigens vor 15 Jahren zuletzt der Fall. Damals zeichneten Roger Federer und Rafael Nadal dafür verantwortlich.
Von solchen Statistiken kann sich Zverev letztlich aber nichts kaufen, im Vergleich zu Trophäen verkommen derartige Bestmarken irgendwann zu Fußnoten der Tennis-Geschichte. Und was die berühmte "Silverware" angeht, soll auf Sand nun endlich der Knoten platzen.

Zverev contra Cobolli: Ein Duell mit Signalwirkung

Seinem Vorhaben will Zverev, der im Einzel seit April 2025 titellos ist, am Donnerstag Nachdruck verleihen. Immerhin hätte ein Sieg über Cobolli eine besondere Signalwirkung, zählt der Italiener gerade doch zu den heißesten Spielern auf der ATP Tour.
In München hatte Zverev dem Schlaggewitter des gebürtigen Florentiners nichts entgegenzusetzen, mit der Explosivität und der Unberechenbarkeit konnte er einfach nicht mithalten. "Er ist ein wilder Spieler", ordnete er damals die Nummer 13 der Weltrangliste ein.
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Cobolli wirft Medvedev im Achtelfinale raus - Highlights

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Cobolli gilt gemeinhin als "streaky player", also als unbeständiger Spieler mit überragenden Höhenflügen. In einer solchen Phase befindet sich der 23-Jährige zurzeit: Anfang März triumphierte er beim ATP-Turnier von Acapulco, in München scheiterte er erst im Finale an Ben Shelton (2:6, 5:7). Nun steht er erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale eines Masters.
Kann Zverev dem azurblauen Erfolgslauf ein Ende setzen? "Er hat sich unglaublich entwickelt und befindet sich in der Form seines Lebens", zollte Zverev seinem Kontrahenten Respekt, schob aber nach: "Wenn ich gut spielen kann, bin ich der Meinung, dass ich auch ein guter Spieler bin. Dann wird es mit Sicherheit ein interessantes Match."

Zverev: Ein (körperliches) Fragezeichen bleibt

Der Einzug in sein sechstes Halbfinale der Saison wäre zweifelsohne ein tolles Statement, der Blick des Weltranglistendritten geht aber natürlich etwas weiter.
Das Masters in Madrid gilt als ein Vorgeschmack auf die French Open (24. Mai bis 7. Juni live im Stream bei HBO Max), wo Zverev sich den lang ersehnten Traum vom Grand-Slam-Titel erfüllen möchte. Die Chancen stehen deutlich besser als im Vorjahr, so musste etwa Titelverteidiger Carlos Alcaraz seine Teilnahme bereits absagen.
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Highlights: Zverev trotzt körperlichen Problemen gegen Atmane

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Wie viel Prozent Zverev während seiner Vorbereitung auf den Showdown in Roland-Garros geben kann, steht aber noch zur Debatte. "Ich spüre noch meine Verletzung, die ich mir im Sechzehntelfinale zugezogen habe", meinte Zverev am Dienstag, ging jedoch nicht näher darauf ein.
Mysteriöse Schmerzen hatten ihn im zweiten Satz gegen den Franzosen Térence Atmane (6:3, 7:6) plötzlich anfällig gemacht und ihm auf den letzten Metern noch einen Tiebreak eingebrockt. "Ich werde nicht sagen, was es ist", hielt er sich anschließend bedeckt. "Mal schauen, was es ist, weil ich vom Gefühl her eigentlich gutes Tennis zeigen kann."
Letzteres will er auch im Viertelfinale gegen Cobolli (Donnerstag im Liveticker) wieder an den Tag legen - und unterstreichen, dass mit ihm in der Crunch Time auf Sand zu rechnen ist.
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Musetti scheitert im Achtelfinale an Lehecka - Highlights

Quelle: SNTV


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