Alexander Zverev scheitert an Flavio Cobolli und verpasst Finale in München - Traum von Titelverteidigung geplatzt
Alexander Zverev hat das Finale beim ATP-Turnier in München verpasst. Der Titelverteidiger unterlag am Samstag im Halbfinale dem furios aufspielenden Italiener Flavio Cobolli 3:6, 3:6 und muss vorerst seinen Traum vom vierten Titel in der bayerischen Landeshauptstadt, wodurch er zum alleinigen Rekordsieger aufgestiegen wäre, begraben. Cobolli trifft im Finale auf den US-Amerikaner Ben Shelton.
Highlights: Zverev chancenlos gegen fulminanten Cobolli
Quelle: Eurosport
Für Zverev setzte sich damit seine schwarze Halbfinal-Serie im Jahr 2026 fort: Zum fünften Mal stand der 28-Jährige diese Saison in der Vorschlussrunde, zum fünften Mal verlor er.
"Meine Beine waren nicht mehr da", sagte Zverev im Anschluss. Mutmaßlich sechs Tage bis zu seinem ersten Match beim Masters in Madrid hat er nun Pause, es wäre "schon hilfreich", ergänzte er, "die auch zu nutzen und sinnvoll zu nutzen".
In seinem vierten Halbfinale in München stieß Zverev damit erstmals nicht ins Endspiel beim MTTC Iphitos vor, ihm entging damit auch die Chance, mit einem vierten Titel zum alleinigen Rekordchampion vor Philipp Kohlschreiber aufzusteigen.
Cobolli war nach seinem Triumph in Tränen aufgelöst - weil ein guter Freund kurz vorher verstorben war. "Ich widme ihm diesen Sieg", sagte der Italiener bei "Pro 7 Maxx": "Es war hart. Ich habe das ganze Match an ihn gedacht."
Dem Schlaggewitter von Cobolli, in der Weltrangliste auf Position 16 geführt, stand Zverev phasenweise hilflos gegenüber. Viele Bälle, die der 23 Jahre alte italienische Davis-Cup-Sieger mit voller Wucht ins Feld schlug, blieben für den Weltranglistendritten unerreichbar. Bereits nach nur 68 Minuten war das sehr einseitige Duell vorbei.
Cobolli bekommt es am Sonntag im Endspiel nun mit Ben Shelton zu tun. Der US-Amerikaner bezwang Überraschungsmann Alex Molcan (Slowakei) im zweiten Halbfinale souverän mit 6:3, 6:4.
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Tränen nach Matchball: Cobolli belohnt sich für Topleistung gegen Zverev
Quelle: Eurosport
Zverev kriegt den "Wilden" überhaupt nicht in den Griff
"Er ist ein wilder Spieler. Es wird eine Challenge", hatte Zverev vor dem Match über seinen Gegner gesagt - viele Chancen, zu seinem Spiel zu finden, bekam er im dritten Duell mit Cobolli nicht. Der Florentiner führte nach einem Break schnell mit 4:1 und holte sich den ersten Satz nach nur 34 Minuten. Dabei gelangen dem Italiener vor allem mit seiner Vorhand insgesamt 20 "Winner", also direkte Punkte.
Zverev konnte im ersten Durchgang nur fünf solcher Gewinnschläge verbuchen, und sollte er gehofft haben, sein Gegner werde mit zunehmender Dauer nachlassen, sah er sich getäuscht.
Cobolli, im Vorjahr Sieger des Turniers in Hamburg, schlug im zweiten Satz weitere zwölf "Winner" und nahm Zverev zum 3:1 ein weiteres Mal den Aufschlag ab. Nach dem Matchball saß er weinend auf seiner Bank, weil am Vortag ein Freund von ihm gestorben war.
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Zverev schonungslos nach Aus: "Meine Beine waren nicht mehr da"
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Deutsches Doppel in München im Finale
Am Finalsonntag ist dennoch ein deutscher Titelgewinn möglich: Jakob Schnaitter (Wasserburg/Inn) und Mark Wallner (München) stehen völlig überraschend im Endspiel des Doppel-Wettbewerbs. Im Halbfinale hatten sie Yuki Bhambri/Michael Venus (Indien/Neuseeland) besiegt, die gleich in der ersten Runde die an Nummer eins gesetzten Kevin Krawietz/Tim Pütz aus dem Turnier geworfen hatten.
In der Einzel-Weltrangliste werden Schnaitter (30) und Wallner (26), die sich über die Qualifikations ins Hauptfeld gespielt hatten, mittlerweile nicht mehr geführt, in der Doppel-Weltrangliste stehen sie immerhin gemeinsam auf Rang 47.
Der Einzug ins Finale von München ist der größte Erfolg ihrer Karriere, gemeinsam haben sie bereits 83.900 Euro an Preisgeld sicher, für den Sieg gibt es 157.320 Euro. Gegner im Endspiel sind die Franzosen Theo Arribage und Albano Olivetti.
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