ATP Madrid: Jannik Sinner spielt sich in einen geschichtsträchtigen Rausch - die unglaublichen Zahlen des Erfolgs

Jannik Sinner gewinnt in überlegener Manier das Finale beim Masters in Madrid gegen Alexander Zverev. Nicht nur die Statistiken des Matches beweisen die Dominanz des Südtirolers, Sinner eilt in dieser Saison von Rekord zu Rekord. Ein Blick auf die Zahlen verrät: Der 24-Jährige wandelt auf historischen Spuren. Schon beim Heim-Turnier in Rom könnte er die nächste geschichtsträchtige Marke knacken.

Zverev bekommt Lehrstunde im Finale gegen Sinner - Highlights

Quelle: SNTV

Es war eine Machtdemonstration.
Jannik Sinner ließ Alexander Zverev im Finale des Masters in Madrid nicht den Hauch einer Chance. Durch den 6:1, 6:2-Erfolg gegen die deutsche Nummer eins schraubte der Südtiroler nicht nur seine persönliche Bilanz gegen Zverev auf 10:4 zu seinen Gunsten hoch - er fuhr ganz nebenbei auch noch den nächsten fabulösen Rekord seiner jungen Karriere ein.
Als erster Spieler der Geschichte triumphierte der Italiener bei fünf aufeinanderfolgenden Masters-Wettbewerben - und gab dabei insgesamt nur zwei Sätze ab.
"Ich glaube, dahinter steckt eine Menge Arbeit", sagte Sinner, als er gefragt wurde, was ihm dieser Rekord bedeute. "Ich lege jeden Tag viel Engagement und Opferbereitschaft an den Tag. Natürlich bedeuten mir diese Ergebnisse sehr viel. Irgendwann werden die Ergebnisse einmal schlechter ausfallen, das ist ganz normal."

Sinner: Ausgerechnet Madrid ...

Er sei "sehr froh, dass ich weiterhin an mich geglaubt habe. Ich bin jeden Tag da, bei jeder Trainingseinheit, und versuche, mit der richtigen Disziplin die richtige Arbeit zu leisten. Dazu braucht man das richtige Team hinter sich - und das habe ich. Ich bin sehr zufrieden mit mir, aber auch mit dem Team, und das bedeutet uns allen sehr viel", führte der Branchenprimus aus.
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"Zufrieden mit meinem Spielniveau": Sinner nach Masters-Sieg

Quelle: SNTV

Dabei könnte man sagen: Ausgerechnet in Madrid. In der Caja Mágica war zuvor das Erreichen des Viertelfinales das beste Ergebnis für den 24-Jährigen gewesen.

Sinner dominiert nun sogar auf Sand

Doch Sinners Dominanz überträgt sich in dieser Saison scheinbar mühelos auf Sand, seinen eigentlich am wenigsten geliebten Belag.
Schon in Monte-Carlo hatte Sinner erst Zverev, dann den zweifachen Roland-Garros-Sieger Carlos Alcaraz bezwungen, in Madrid setzte er auf der roten Asche das nächste Ausrufezeichen.
In nur 57 Minuten gegen den zweimaligen Madrid-Champion Zverev verwandelte Sinner seine vier Breakbälle allesamt, ließ dabei selbst keinen gegen sich zu. Dabei gewann er 93 Prozent (27/29) der Punkte nach seinem ersten Aufschlag und schlug acht Asse.
Zum Vergleich: Zverev, für viele Experten der beste Aufschläger auf der Tour, konnte nur 14 Punkte (52 %) beim ersten Aufschlag für sich entscheiden und schlug ganze zwei Asse.
Der Deutsche hatte wahrlich nicht seinen besten Tag erwischt, gegen Sinners Dominanz wäre er aber wohl auch am Leistungslimit an seine Grenzen gestoßen.

Sinner: "Wieder ein unglaubliches Turnier"

"Ich bin sehr gut ins Spiel gekommen und habe gleich zu Beginn ein Break geschafft", sagte der Weltranglistenerste nach seinem Erfolg: "Er hat heute nicht sein bestes Tennis gezeigt. Und ich bin natürlich sehr zufrieden mit meinem Spielniveau. Es ist unglaublich, wieder einen solchen Titel zu gewinnen - das bedeutet mir sehr viel. Es war wieder ein unglaubliches Turnier."
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Jannik Sinner gewinnt das Masters in Madrid gegen Alexander Zverev und schreibt weiter Tennis-Geschichte

Fotocredit: Getty Images

Ebenfalls unglaublich, aber wahr: Noch nie zuvor in der Geschichte der Serie konnte ein Spieler die vier ersten Masters-Turniere des Jahres gewinnen.
Schon in der kommenden Woche könnte Sinner den Career Golden Masters vollenden: Acht der neun 1000er-Turniere konnte der Italiener bereits gewinnen, lediglich der Titel in Rom fehlt noch in seiner Vita. Sein ärgster Konkurrent, Carlos Alcaraz, wird auch dort sowie in Paris nicht dabei sein.

Sinner wandelt auf Djokovic' Spuren

Auf heimischem Boden würde Sinner dann als zweiter Profi nach Novak Djokovic den Career Golden Masters vollenden, sollte er das Turnier in der Ewigen Stadt gewinnen.
Der Grand-Slam-Rekordsieger war bei seinem Erfolg allerdings bereits 30 Jahre alt - sechs Jahre älter als Sinner es nun wäre.
Und noch eine Bestmarke wackelt: Sinner steht derzeit bei 28 gewonnen Masters-Partien in Serie, der Rekord von Djokovic steht bei 31. Gut möglich, dass der Serbe in Rom überboten wird.
Sinner winken die nächsten Meilensteine, die Rekordjagd geht ungebremst weiter.
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Zverev wird nach Finale deutlich: "Schreckliches Match gespielt"

Quelle: SNTV


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