Federer startete gut, nahm Medwedew gleich dessen erstes Aufschlagspiel ab. Gestattete seinem Gegner allerdings das Comeback zum 2:2 - und das, obwohl Federer bei eigenem Aufschlag mit 40:15 geführt hatte. Im neunten Spiel schlug der Favorit dann aber noch einmal zu, servierte nach 35 Minuten zum Satzgewinn aus. Und das, obwohl Federer nur 14 Prozent der Punkte nach zweitem Aufschlag gewinnen konnte.

Federer zeigt Schwächen als Aufschläger

In Durchgang zwei verlief die Partie bis zum 5:4 für Medwedew ausgeglichen, dann zeigte Federer als Aufschläger Schwächen, musste nach 70 Minuten den Satzausgleich hinnehmen. In der Entscheidung hatte Medwedew früh eine Breakchance, Federer wehrte mit starkem Aufschlag ab. Vergab aber gleich anschließend mit einer verzogenen Vorhand seinerseits die Chance, seinem Gegner dessen Aufschlag abzunehmen.
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Im neunten Spiel schlug Federer dann aber zu, setzte Medwedew so unter Druck, dass der Russe den Ball nicht mehr ins Feld brachte.
Für Federer war es der erste Auftritt in einem regulären Wettkampfspiel seit seinem Aus gegen John Millman bei den US Open, seitdem hat sich der Baselbieter lediglich beim Laver Cup gezeigt - und dort Nick Kyrgios und John Isner besiegt.

Im Achtelfinale gegen Roberto Bautista-Agut

Medwedew andererseits war mit der Empfehlung des Turniersiegs beim ATP-World-Tour-500-Event in Tokio nach Shanghai gekommen. Der Russe hatte dort im Endspiel Lokalmatador Kei Nishikori besiegt.
Im Achtelfinale trifft Federer am Donnerstag auf Roberto Bautista-Agut. Der Spanier hatte sich gegen den US-amerikanischen Qualifikanten Mackenzie McDonald in drei Sätzen durchgesetzt.
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