Eurosport-Experte Àlex Corretja rät Novak Djokovic nach Niederlagen-Serie: "Er darf nicht nur spielen, um zu spielen"

Novak Djokovic wartet seit seinem Triumph im Viertelfinale der Australian Open über Carlos Alcaraz auf einen Matchgewinn im Jahr 2025. Zuletzt scheiterte der Serbe zum Auftakt des Masters in Indian Wells an Botic van de Zandschulp (2:6, 6:3, 1:6). Eurosport-Experte Àlex Corretja appelliert im Interview an Djokovic, sich ernsthaft Gedanken über den weiteren Verlauf seiner Karriere zu machen.

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Quelle: Perform

Durch die Dreisatz-Niederlage gegen van de Zandschulp in Indian Wells verlor Novak Djokovic erstmals seit 2018 drei Einzelmatches auf der ATP Tour in Folge.
Djokovic selbst nahm die ungewöhnliche Misserfolgsserie relativ gelassen hin. "Ich arbeite hart im Training, aber das schlägt sich in den Matches nicht wieder. Noch nicht", sagte der 24-malige Grand-Slam-Turniersieger.
Àlex Corretja ist da weniger optimistisch. "Nur Novak weiß genau, was er in seinem Herzen fühlt. Aber ich glaube, er muss wirklich genau wissen, was er noch will, denn nur spielen, um zu spielen, ergibt keinen Sinn", sagte der Spanier im Eurosport-Interview.
Djokovic müsse sich die Frage stellen, aus welchem Grund er noch auf der Tour spielt. "Was ist der Zweck? Was ist jetzt das Ziel und wie kann ich es erreichen? Das ist sehr wichtig, denn wie soll man sich sonst motivieren?", stellte Corretja in den Raum.
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Die Eurosport-Experten Alex Corretja (l.) und Mats Wilander

Fotocredit: Getty Images

Corretja: "Djokovic verfügt über enorme Ressourcen"

Dabei spielt laut Corretja Djokovics fortgeschrittenes Alter eine große Rolle. "Es ist für alle gleich: Irgendwie verliert man ein bisschen an Geschwindigkeit in der Bewegung, man trifft den Ball nicht mehr so hart oder findet nicht das richtige Timing für den Schlag", schildert Corretja.
Er wisse nicht, ob "sich Novak schon so fühlt. Wenn dem aber so ist, ist das ein Signal dafür, dass er ein bisschen von seinem Tennis-Niveau verliert."
Auch der Kopf müsse mitspielen. "Die Dinge sind vielleicht mental nicht mehr so klar und dann fängt man an, Matches zu verlieren, die man früher gewonnen hätte. Die Gegner, die jahrelang chancenlos gegen dich waren, denken dann, dass sie dich schlagen können", so Corretja.
Djokovic habe aber den Vorteil, dass er "100 Millionen Mal besser ist, als ich es je war und nach wie vor über enorme Ressourcen verfügt", ergänzte der Eurosport-Experte, der eins die Nummer zwei der Weltrangliste war.
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Quelle: Perform


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