John Isner kritisiert Preisgelder bei ATP-Masters: Jannik Sinner und Co. bekommen trotz steigender Einnahmen weniger

John Isner übt deutliche Kritik an der Preisgeldstruktur im Männer-Tennis: Während die Einnahmen bei ATP-1000-Turnieren immer weiter steigen, erhalten Sieger wie Jannik Sinner, Carlos Alcaraz und Co. bei den Masters inzwischen weniger Prämien als noch vor einigen Jahren. Der Ex-Tennis-Profi spricht von einer "absurden" Entwicklung und sieht ein Ungleichgewicht in der Verteilung der Preisgelder.

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Quelle: SNTV

Isner, der 2023 seine Profikarriere beendet hatte, gehörte über Jahre zu den prägenden Spielern des Herrentennis: Insgesamt gewann er 16 Einzeltitel und acht Titel im Doppel, darunter sechs Masters-Turniere - dabei kam im Laufe der Jahre auch ein beträchtliches Preisgeld zusammen.
Nun dient ihm die aktuelle Saison für einen Vergleich, um eine aus seiner Sicht widersprüchliche Entwicklung im Tennis aufzuzeigen. Während die Preisgelder bei den Grand-Slam-Turnieren kontinuierlich steigen, sieht er bei anderen ATP-Events eine gegenläufige Tendenz: "Bei den Masters-Turnieren ist die Siegesprämie gesunken. Als ich 2018 in Miami gewonnen habe, habe ich mehr Geld bekommen als Jannik Sinner dieses Jahr", sagte der Ex-Profi im Podcast "Nothing Major Show".
Isner begründet das mit einer veränderten Verteilung der Gesamtsumme: Zwar sei das Preisgeld insgesamt gestiegen und breiter gestreut worden, etwa zugunsten früherer Runden. Doch gerade für die Finalisten habe sich die Situation verschlechtert.
"Der Anteil für den Sieger lag 2026 ungefähr 200.000 Dollar unter dem von 2018, als ich 1,3 Millionen Dollar bekam. Das ist irre." Für den ehemaligen Weltranglisten-Achten ist das ein unhaltbarer Zustand: Eine derartige Entwicklung gebe es "in keiner anderen Sportart der Welt" - sie sei "absurd" und "einfach lächerlich".

Isner kritisiert wirtschaftlichen Widerspruch

Besonders widersprüchlich erscheint dem 40-Jährigen diese Entwicklung vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Rekorde im Tennis. Wie sein Podcast-Kollege und Sam Querrey anmerkt, höre man schließlich "immer wieder von Rekordzahlen in Monte Carlo und Rekord-Ticketverkäufen in Indian Wells". Isner pflichtet dem bei, er finde es "wirklich krass", dass einerseits ständig steigende Einnahmen vermeldet werden, während andererseits die Prämien für die erfolgreichsten Spieler sinken.
Ob es kurzfristig konkrete Anpassungen bei der Verteilung geben wird, ist offen. Angesichts der angesprochenen steigenden Einnahmen bei großen Turnieren fordern Spieler und Organisationen jedoch zunehmend höhere und gerechter verteilte Preisgelder.
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Quelle: Eurosport


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