Mats Wilander exklusiv über Novak Djokovic: Darum geht es für den Superstar nach der Niederlage im Finale von Miami
Update 03/04/2025 um 09:14 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic verpasste seinen 100. Turniersieg in Miami knapp. Nach der Finalniederlage gegen Jakub Mensik geht es für den Serben mit der Sandplatzsaison weiter - und auch "wenn man Novak Djokovic ist und so viele Fünf-Satz-Matches gespielt hat, muss man auf dem Weg zu den French Open wahrscheinlich mindestens zehn Sandplatzpartien gespielt haben", so Tennis-Legende Mats Wilander bei Eurosport.
Wilander exklusiv: So stark ist Djokovic auf Sand
Quelle: Eurosport
Diese Spielpraxis benötige auch ein Superstar wie der 37-Jährige, so der siebenmalige Grand-Slam-Champion aus Schweden. "Ich persönlich denke, er sollte in Monte-Carlo (6. bis 13. April, Anm. d. Red.) spielen, weil ich glaube, dass er nach so vielen gewonnenen Matches in Folge ein Hoch hat."
Mit einem Turniersieg sollte Djokovic aus Sicht von Wilander aber nicht rechnen. "Monte-Carlo gehörte nie zu den Turnieren, bei denen er unglaublich gut abgeschnitten hat (Siege 2013 und 2015, Anm. d. Red.). Aber es ist ein Turnier, bei dem man hingehen und vielleicht ein paar Matches gewinnen kann."
Der frühe Teil der Sandplatzsaison sei "nicht unbedingt die beste Zeit" für Djokovic. "Er braucht zwei, drei Wochen, bevor er anfängt, gut zu spielen. Deshalb denke ich, je mehr Zeit er auf einem Sandplatz verbringen kann, desto besser ist es", analysiert Wilander.
Zudem sei es in dem Alter nicht gut, "zwei, drei, vier Wochen Pause zu machen, bevor man wieder eine Partie spielt. Ich glaube, dass er Matches braucht." Meistens komme der Superstar spätestens um das Masters in Rom (7. bis 18. Mai) herum in Sandplatzform - also kurz vor den French Open.
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Highlights: Mensik gelingt Meisterstück im Finale gegen Djokovic
Quelle: Eurosport
Wilander: Diesen Vorteil hat Djokovic gegen Youngster
Der Belag mache bei Djokovic allerdings insgesamt wenig aus, so Wilander: "Er hat die Fähigkeit, auf einem Sandplatz einen sehr ähnlichen Stil zu spielen wie auf einem Hartplatz."
Einen Vorteil habe die langjährige Nummer eins zudem im Vergleich mit jungen Tennis-Profis wie etwa Jakub Mensik, gegen den er im Finale von Miami 6:7 (4:7), 6:7 (4:7) verlor: seine Erfahrung bei Grand Slams.
Der Eurosport-Experte erklärt: "Viele Spieler wissen nicht, wie man Fünf-Satz-Matches spielt, weil sie so jung sind." Djokovic dagegen habe viele Spiele auf diesem Niveau erlebt und zudem 24 Major-Titel geholt.
Hinzu kommt: Djokovic dürfte nach dem Rückschlag von Miami erst recht motiviert sein, wieder ein großes Turnier zu gewinnen.
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