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ATP München - Jan-Lennard Struff nach bitterem Rückschlag enttäuscht: "Ärgert mich sehr"
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Publiziert 18/04/2023 um 19:17 GMT+2 Uhr
Jan-Lennard Struff ist beim ATP-Turnier in München schon im Auftaktmatch gescheitert. "Die Niederlage vor deutschem Publikum ärgert mich sehr, sehr", gestand der Warsteiner auf der Pressekonferenz. Nur fünf Tage nach seinem überraschenden Erfolg gegen Casper Ruud in Monte-Carlo, verlor der 32-Jährige gegen den Schweizer Alexander Ritschard 5:7, 5:7 - und verpasste damit, das Masters zu veredeln.
Jan-Lennard Struff scheiterte bei den BMW Open im Auftaktmatch
Fotocredit: Imago
Nach zwei Stunden war das Heimspiel in München schon wieder beendet. Nur fünf Tage nach seinem fulminanten 6:1, 7:6 (8:6) gegen den Weltranglistenvierten Casper Ruud in Monte-Carlo scheiterte Jan-Lennard Struff bei den BMW Open überraschend 5:7, 5:7 am Schweizer Qualifikanten Alexander Ritschard.
Die Enttäuschung nach der Auftaktniederlage in der bayrischen Landeshauptstadt war dem Warsteiner auf der Pressekonferenz anzusehen und anzuhören. "Ich wollte natürlich an die vergangene Woche anknüpfen und gutes Tennis spielen. Das hat leider nicht funktioniert", konstatierte der Davis-Cup-Spieler.
Schon eine Viertelstunde vorher hatte er den Kopf erst im letzten Moment noch aus der Schlinge des Zürichers gezogen. Nach einem Doppelfehler beim Stand von 4:5 im zweiten Satz drohte zum ersten Mal das Aus. Doch mit einem Vorhand-Winner wehrte er die Chance für den 29-Jährigen noch ab und stellte noch einmal auf 5:5, ehe der Schwiezer dann kurze Zeit später doch das Aus für Struff besiegelte.
"Ich habe gekämpft und es versucht. Ich wollte es unbedingt", sagte der Warsteiner auf der Pressekonferenz, die dunkelgrüne Kappe tief ins Gesicht gezogen: "Es ist ein deutsches Turnier. Ich denke, man hat mir angemerkt, dass ich das Match unbedingt gewinnen wollte."
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Jan-Lennard Struff hat in Monte-Carlo einen Erfolgslauf hingelegt
Fotocredit: Getty Images
Kälte verändert das Spiel
Vor allen Dingen die veränderten Bedingungen zum Turnier im Fürstentum stellten Struff am Dienstagnachmittag vor Herausforderungen – und das trotz der höheren Lage am Aumeistwerweg. Bei ungemütlichen 11 Grad in München war es "deutlich langsamer zu spielen. In Monte-Carlo schien die Sonne mehr. Die Plätze waren wesentlich schneller. Das hat mir sehr viel besser gelegen", erklärte der 32-Jährige in der Medienrunde.
Im Duell mit Ruud hatte Struff nach erstem Aufschlag noch 79 Prozent der Punkte gemacht – am Dienstag waren es nur noch 63 Prozent. "Ich habe wenige Winner gespielt, der Aufschlag war nicht so effektiv", analysierte die Nummer 64 der Weltrangliste: "Man hat ein, zwei Schläge mehr gebraucht, um die Punkte zu machen." Zwischenzeitlich sei er "frustriert" gewesen, habe mit sich "gehadert".
Dennoch hatte Struff das Gefühl, "kein schlechtes Spiel" absolviert zu haben. Neun Breakbälle erarbeitete sich der Warsteiner gegen Ritschard, konnte aber nur im ersten Satz einen davon verwerten. Die pointierte Analyse: "Ich habe es aber leider nicht geschafft, heute die entscheidenden Punkte zu holen."
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Jan-Lennard Struff scheidet in Monte-Carlo aus
Fotocredit: Imago
Struff behält starken Eindruck
Trotz der Enttäuschung wollte sich Struff den starken Eindruck aus Monte-Carlo nicht absprechen lassen. "Die Woche war sehr kräftezehrend, aber super. Ich habe gute Leute geschlagen und war bis Freitag im Turnier. Das war für mich das zweite Viertelfinale bei einem Masters. Das ist absolut etwas Besonderes."
Allen voran, weil sich Struff durch die Punkte aus dem Fürstentum direkt für das Hauptfeld der French Open qualifizierte. "Das war sehr wichtig und wir haben es geschafft, weitere Schritte zu machen", so Struff. Dass er auch für die Top-Spieler eine Gefahr darstellen kann, hatte er in Monte-Carlo unter Beweis gestellt. Immerhin stand Ruud im zurückliegenden Jahr bei Roland-Garros noch im Endspiel gegen Rafael Nadal.
Dennoch war auch das – zumindest am Dienstag – nur ein schwacher Trost. "Die Niederlage vor deutschem Publikum ärgert mich sehr, sehr", gestand er abschliend ein: "Es war mir sehr wichtig heute."
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