ATP München: Struff scheitert an Qualifikant Alexander Ritschard - Oscar Otte besiegt favorisierten Sebastian Baez

Jan-Lennard Struff scheitert beim ATP-Turnier in München bereits in der ersten Runde. Nach seinem Erfolgslauf beim Masters von Monte-Carlo unterlag er in der bayerischen Landeshauptstadt überraschend dem Schweizer Qualifikanten Alexander Ritschard. Oscar Otte kämpfte sich indes gegen den Sandplatzspezialisten Sebastian Baez zu einem eindrucksvollen Sieg (6:2, 7:5).

Jan-Lennard Struff ist in München ausgeschieden

Fotocredit: Imago

Jan-Lennard Struff schlug eine Vorhand weit ins Aus, danach packte er erkennbar enttäuscht seine Tasche und winkte noch einmal zaghaft dem Publikum zu.
Nur wenige Tage nach seinen starken Leistungen beim Masters in Monte Carlo war sein erstes Match beim ATP-Turnier in München zugleich das letzte für den 32 Jahre alten Warsteiner: Er unterlag in genau zwei Stunden überraschend dem auf Rang 209 der Weltrangliste geführten Qualifikanten Alexander Ritschard aus der Schweiz 5:7, 5:7.
Besser machte es Oscar Otte. Der 29 alte Kölner ließ sich weder von den niedrigen Temperaturen, noch von seinem an Nummer fünf gesetzten Gegner beeindrucken. Beim 6:2, 7:5 gegen den Sandplatzspezialisten Sebastian Baez aus Argentinien zeigte er eine starke Leistung.
"Das war ein sehr wichtiger Sieg", sagte Otte nach seinem erst vierten Matchgewinn in diesem Jahr. Sein Gegner im Achtelfinale ist der Qualifikant Flavio Cobolli (Italien).

Otte kämpft sich wieder zurück

Vor Otte war bereits am Montag Yannick Hanfmann ins Achtelfinale eingezogen, er trifft dort auf Holger Rune aus Dänemark, der im Vorjahr in München sein erstes Turnier gewonnen hatte und in der Weltrangliste seitdem auf aktuell Rang sieben geklettert ist. Rune hatte in der ersten Runde ebenso ein Freilos wie Alexander Zverev, der am Mittwoch ins Turnier eingreift. Gegner ist Christopher O'Connell (Australien).
Otte war nach seinem Sieg gegen den 30. der Weltrangliste erkennbar erleichtert. "Das war nach den vergangenen Wochen und Monaten wichtig fürs Selbstvertrauen", sagte er.
Nach dem Sommerhoch im Vorjahr und dem Aufstieg bis auf Rang 36 der Weltrangliste ist Otte nicht zuletzt wegen einer Operation am linken Knie mittlerweile auf Rang 94 zurückgefallen. Der Eingriff erfolgte im Juli, seitdem zwickt das Gelenk immer wieder.
Die Rückkehr zur Hochform des Vorjahres zieht sich deshalb. Vorvergangene Woche hätte sich Otte in Monte Carlo fast ins Hauptfeld gespielt, er vergab aber eine 5:1-Führung im dritten Satz des entscheidenden Quali-Matches.
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Oscar Otte

Fotocredit: Getty Images

Rehberg verpasst große Überraschung

Er habe daraufhin, berichtete Otte mit einem Schmunzeln, bei der Rückkehr in den Spielerbereich Struffs Trainer Carsten Arriens aus Frust seine Schläger angeboten: "Kannste haben für deine Kinder." Arriens lehnte ab.
Struff hatte in der vergangenen Woche in Monte Carlo überraschend stark gespielt. Nach geglückter Qualifikation für das Hauptfeld besiegte er im Achtelfinale den Weltranglistenvierten Caspar Ruud aus Norwegen, ehe er danach am späteren Weltranglistensechsten und Turniersieger Andrey Rublev scheiterte.
"Die letzte Woche war schön und gut, mein zweites Viertelfinale bei einem Masters, das ist schon etwas Besonderes. Aber ich wollte auch hier gut spielen", sagte Struff, der im ersten Satz seine Chancen zum 4:1 nicht nutzen konnte und seinem soliden Gegner so erlaubte, wieder in das Match zurückzukommen. "Ich habe mein Spiel nicht durchgebracht. Ich habe wenig Winner gespielt. Er hat verdient gewonnen", sagte Struff.
Max Hans Rehberg verpasste hingegen in seinem erst dritten Match auf der Tour eine große Überraschung. Der 19 Jahre alte Münchner, nur die Nummer 412 der Weltrangliste, unterlag dem auf Rang 75 geführten Ungarn Marton Fucsovics 6:4, 6:7 (6:8), 3:6. Rehberg vergab dabei eine 4:1-Führung im zweiten Satz und im Tiebreak zwei Matchbälle.

Thiem spielt nur einen Satz - und gewinnt

Dominic Thiem musste am Dienstag hingegen nur einen einzigen Satz für sich entscheiden, ehe sein Einzug in die nächste Runde feststand.
Sein Gegner Constant Lestienne musste nach dem 3:6 im ersten Satz verletzungsbedingt aufgeben. Im ersten Spiel des zweiten Satzes brach der Franzose ab, deutete dabei auf sein linkes Bein.
"Ich bin sehr glücklich, in der zweiten Runde zu sein. Es war ein überraschendes Ende, nicht die Art und Weise wie ich es mir wünsche, aber es ist ok, weiter zum nächsten Match", erklärte Thiem im Anschluss.
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(SID)
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Quelle: Eurosport

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