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Alexander Zverev verfolgt eine klare Mission: "Es gibt zwei Dinge, die ich im Tennis noch nicht erreicht habe"
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Update 16/04/2024 um 17:55 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev ist mit einer Mission nach München gekommen: Der Olympiasieger will näher an sein bestes Sandplatzspiel herankommen. Das braucht er, um die beiden großen Ziele anzugreifen, die er auf seiner To-do-Liste stehen hat: "Es gibt zwei Dinge, die ich im Tennis noch nicht erreicht habe: einen Grand-Slam-Titel und die Nummer eins der Welt", stellt Zverev klar. Zeitdruck habe er aber nicht.
Alexander Zverev beim ATP-Turnier in München
Fotocredit: Getty Images
Mit dem Alter ist das so eine Sache.
Ist man mit bald 27 Jahren nun ein alter Tennisprofi oder nicht? Alexander Zverev nimmt das Thema an diesem Dienstag in München mit einer großen Portion Humor. "Ich werde langsam alt", scherzt der Hamburger während der Pressekonferenz auf der Turnieranlage des MTTC Iphitos. "Viele fangen ja erst mit 27 oder 28 Jahren an, gut zu spielen."
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, wolle er noch betonen, dass "er nicht wirklich alt" sei, schob Zverev mit einem Augenzwinkern nach.
In München, und da verlassen wir das Parkett des Humors, hat Zverev viel vor. 2017 gewann er hier am Aumeisterweg seinen ersten Sandplatz-Titel auf der Tour, im Jahr darauf wiederholte er den Erfolg.
Ein Triumph 2024 hätte in mehrerlei Hinsicht große Signalwirkung: Es wäre der erste Turniersieg in diesem Jahr für den Weltranglistenfünften - und er würde die notwendige Spielpraxis sammeln, um im Fahrplan zu bleiben.
Zverev: Schleppend im Training, verbessert im Turnier
"Dieses Jahr ist die Situation eine andere. Ich bin in Miami weit gekommen und hatte entsprechend wenig Zeit vor Monte Carlo. Es waren nur ein paar Trainingseinheiten möglich. In diesen Einheiten habe ich nicht gut gespielt, aber mit Turnierbeginn wurde es besser und besser", erklärt Zverev auf Nachfrage von Eurosport.de.
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Alexander Zverev beim Training in München
Fotocredit: Getty Images
Das gelte auch für das kuriose Achtelfinale im Fürstentum gegen Stefanos Tsitsipas, in dem er im zweiten Satz aus einem 0:5-Rückstand ein 5:5 machte, dann aber im Tiebreak ausschied. "Ich finde, dass ich viel liegenlassen habe und es hätte gewinnen können", so der 26-Jährige.
Er habe sich im Laufe der Partie freier gefühlt, "dann habe ich zwei Matchbälle abgewehrt. In den wichtigen Momenten wurde ich - auch wegen der fehlenden Praxis auf Sand - etwas zu defensiv und habe abgewartet, was falsch ist gegen einen Spieler wie ihn."
Das Match sei aber dennoch in Ordnung gewesen, zumal Tsitsipas das Turnier am Ende zum dritten Mal für sich entschieden habe und "einer der besten Sandplatzspieler" der Welt sei.
Zverev entspannt: "Erst in Woche drei oder vier richtig gut"
Zverev sieht sich indes auf einem guten Weg, der im Idealfall bei den French Open mit dem ersten Grand-Slam-Titel der Laufbahn endet. Vom mäßigen Ergebnis in Monte Carlo zum Start in die Sandplatzsaison lässt sich Deutschlands Nummer eins jedenfalls nicht aus der Ruhe bringen. Er brauche auf dem roten Belag generell "etwas mehr Zeit" und fange normalerweise "erst in Woche drei oder vier an, richtig gut zu spielen".
Beim ATP-Turnier in München steigt der Olympiasieger am Mittwoch im Achtelfinale gegen den österreichischen Außenseiter Jurij Rodionov in den Wettbewerb ein (ab ca. 13:00 Uhr im Livescoring). Zverev trifft erstmals auf den Weltranglisten-118., der als passabler Sandplatzspieler gilt und auf der Challenger-Tour zwei Turniere (Almaty 2018, Mauthausen 2022) auf diesem Belag gewann.
Zverev - der Titel als Geburtstagsgeschenk?
Trotzdem ist Zverev der klare Favorit - und vorbereitet. Die Trainingseinheit mit Jan-Lennard Struff einen Tag vor der Auftaktpartie lief gut. "Wir haben es trotz der schwierigen Bedingungen geschafft, eine gute Einheit zu absolvieren", gibt Struff zu Protokoll und spielt damit auf die windigen Verhältnisse und den relativ langsamen Platz mit hoch abspringenden Bällen an.
Zverev kann sich am Aumeisterweg überdies noch ein besonderes Geschenk machen. Am Samstag feiert der Hamburger seinen 27. Geburtstag, am Tag darauf steigt das Finale.
Ein Titel zum neuen Lebensjahr, das würde schon was hermachen - und die Gewissheit mitbringen, dass er noch lange nicht zum alten Eisen gehört ...
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Highlights: Zverev schlägt Ofner in Monte Carlo
Quelle: Perform
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