ATP München: Alexander Zverev gelingt mit Sieg bei BMW Open spektakuläre Wende nach schwerer Formkrise - warum die Gala am Aumeisterweg goldwert war

Alexander Zverev hat nach Monaten des Scheiterns eine spektakuläre Wende hingelegt. Der 28-Jährige holte sich dank einer formidablen Vorstellung im Finale gegen Ben Shelton den Titel beim ATP-Turnier in München. Eine Erlösung für Deutschlands besten Tennisspieler, der sein A-Game wieder gefunden hat. Ob Zverev so weitermachen kann, wird sich zeigen - die Woche von München aber ist goldwert.

Highlights: Zverev beschenkt sich mit Titel in München zum Geburtstag

Quelle: Eurosport

Alexander Zverev erlebte am Münchner Aumeisterweg einen Tag, wie er nur selten vorkommt. Es passte einfach alles. Gala-Vorstellung im Finale, erster Titel der Saison, Aufstieg zum Rekord-Turniersieger - und all das am 28. Geburtstag bei bestem Frühlingswetter.
Wenige Stunden nach dem Matchball kam es noch besser: Carlos Alcaraz verlor das Finale von Barcelona gegen Holger Rune, was zur Folge hat, dass Zverev ab Montag am Spanier vorbeizieht und Platz zwei im Ranking belegen wird.
Die Krise der vergangenen Monate? Weggespielt! Die zuletzt fehlende Konstanz? Wieder da. Der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel bei den French Open in fünf Wochen? Scheint wieder realistischer.
"Es waren ein paar schwere Monate für uns, deswegen ist es immer schön, so einen Pokal mit nach Hause zu nehmen", erklärte Zverev nach dem deutlichen 6:2, 6:4 gegen Ben Shelton im Endspiel. Damit schließt sich ein Kreis: 2017 gewann der Hamburger an Ort und Stelle seinen ersten Sandplatz-Wettbewerb auf Tour-Niveau, im Jahr darauf verteidigte er den Titel.
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Zverev im Siegerinterview: So viel bedeutet ihm der Sieg in München

Quelle: Eurosport

Mit dem dritten München-Coup schloss Zverev zu Rekordsieger Philipp Kohlschreiber auf. Der 41-Jährige verfolgte die Partie als TV-Experte für "Sky" und erkannte die außergewöhnliche Vorstellung an. "Wie Sascha das Match gespielt hat, war unglaublich beeindruckend. Es war eine 1-A-Vorstellung", lobte Kohlschreiber.

Unbezahlbar! Warum die Gala für Zverev so wichtig war

Umso mehr, als dass Zverev seit den Australian Open bei sechs Turnieren in Folge weit unter seinen Möglichkeiten geblieben war und jedes Mal an Gegnern scheiterte, die nicht einmal in den Top 15 der Weltrangliste notiert waren. Francisco Comesaña (Viertelfinale Rio de Janeiro) und Learner Tien (Achtelfinale Acapulco) fanden sich gar außerhalb der Top 80.
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Alexander Zverev beim ATP-Turnier in München

Fotocredit: Imago

Zahlen, die unterstreichen, wie wertvoll die Gala gegen Shelton war. Zverev war dem Weltranglisten-15., der in München an Position zwei gesetzt war, in nahezu allen Belangen überlegen. Besonders heraus stach die Punktquote von satten 89 Prozent über den ersten Aufschlag.
Dazu leistete sich der 28-Jährige weniger unerzwungene Fehler als der US-Profi (7:21) und schlug seinerseits mehr Winner (13:11). Einen Breakball gestand Zverev seinem Kontrahenten während der gesamten 71 Minuten gar nicht zu.

Zitterpartie im Viertelfinale macht Zverev Mut

Schon vor Beginn der BMW Open hatte die Nummer drei des ATP-Rankings angekündigt, sein Formtief zeitnah überwinden zu wollen. Gut eine Woche später darf man konstatieren: Es ist ihm gelungen.
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Söder-Selfie, Auto, Lederhose - so feiert Zverev in München

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Einerseits deshalb, weil er im Finale seine beste Leistung im Turnierverlauf zeigte, andererseits aber auch, weil er im Viertelfinale gegen Tallon Griekspoor vor dem Aus stand und sich dennoch mit 6:7 (6:8), 7:6 (7:3), 6:4 durchsetzte.
Er habe "viele solche Matches verloren in den letzten paar Monaten", räumte Zverev danach ein: "Ich hoffe, das war ein bisschen die Partie, in der meine Saison und meine Form sich ändern."

Zverev wegen Hamburg gefrustet: "Wie dämlich kann es sein"

Es könnte gut sein, dass Deutschlands Nummer eins gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen hat. München war sein insgesamt 24. Titel und der sechste bei einem Event der 500er-Kategorie, zu dem die BMW Open seit 2025 gehören.
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Die Fans von Alexander Zverev sind sicher: München ist die Wende

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Nun stehen die beiden 1000er-Wettbewerbe in Madrid und Rom an - beim Masters in der italienischen Hauptstadt geht er gar als Titelverteidiger an den Start. Voraussichtlich verzichtet Zverev danach auf eine Teilnahme am Heimturnier in Hamburg.
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Highlights: Zverev rauscht ins Heim-Finale

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Die Verlegung des Wettbewerbs von Ende Juli auf die zweite Maihälfte stößt Zverev nämlich sauer auf. Er wisse nicht, "wer die Idee gehabt hat, Hamburg als 500er-Turnier einen Tag vor den French Open zu legen. Wie dämlich kann es sein", polterte der Superstar unlängst bei "Magenta TV". Eine Absage wäre also nachvollziehbar, denn Roland-Garros ist der Meilenstein in Zverevs Fahrplan.

French Open stehen über allem für Zverev

Dort, wo er 2024 so knapp dran war am ersten Grand-Slam-Titel der Karriere, will er in diesem Jahr den Traum verwirklichen. Das steht über allem. Wahrscheinlich ist neben Jannik Sinner ausgerechnet der Mann in Paris sein gefährlichster Kontrahent, der ihn im Endspiel der vergangenen Saison niederrang: Carlos Alcaraz.
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Finale: Alcaraz besiegt Zverev in fünf Sätzen - Highlights

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Der Spanier haderte seit Mitte Februar ebenfalls mit seinem Level, kassierte wie sein deutscher Rivale überraschende Pleiten. Dann kam Monte Carlo. Alcaraz gewann das Masters und war "damit raus aus dieser Phase", wie Zverev es formulierte.
Nun zog Zverev nach - und es ist nicht mehr so unrealistisch, dass er in Paris triumphiert und mit der Gewissheit auf München zurückblickt, dort die Wende eingeleitet zu haben.
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Final-Highlights: Krawietz/Pütz verpassen Heim-Titel

Quelle: Eurosport


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