Alexander Zverev grübelt nach Halbfinal-Aus in München gegen Flavio Cobolli: "Alcaraz und Sinner machen es schlau"
Alexander Zverevs Titelmission in München hat ein abruptes Ende genommen: Gegen den stark aufspielenden Flavio Cobolli war der Hamburger beim 3:6, 3:6 im Halbfinale größtenteils chancenlos. Der Vorjahressieger begründete dies mit der fehlenden Frische nach intensiven Wochen auf der ATP-Tour - und deutet selbst an, was seine Hauptkonkurrenten Carlos Alcaraz und Jannik Sinner aktuell besser machen.
Highlights: Zverev chancenlos gegen fulminanten Cobolli
Quelle: Eurosport
Es war eigentlich alles angerichtet für ein weiteres Kapitel von Alexander Zverevs Erfolgsgeschichte in München.
Kaiserwetter am Aumeister, Support von Freundin Sophia Thomalla auf den Rängen und ein Halbfinalgegner, gegen den der Hamburger in seiner Karriere bislang noch nie verloren hatte.
Doch eben jener Gegner, Flavio Cobolli, hatte am Samstagnachmittag ganz andere Pläne.
Der Weltranglisten-16. aus Italien crashte die Party des Titelverteidigers mit einer überragenden Vorstellung und beendete in gerade einmal 68 Minuten Zverevs Hoffnungen auf die Wiederholung seines Vorjahressieges.
Am Ende eines einseitigen Duells hieß es 6:3, 6:3 aus Sicht des Italieners.
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Zverev schonungslos nach Aus: "Meine Beine waren nicht mehr da"
Quelle: Eurosport
Zverev: "Meine Beine waren nicht da"
"Meine Beine waren nicht mehr da. Ich habe zuletzt viel gespielt und hatte gestern ein schweres Match", sagte Zverev und spielte damit auf sein kräftezehrendes Viertelfinale tags zuvor gegen Francisco Cerúndolo an. "Wenn man 10 bis 20 Prozent langsamer ist und er so ein Match spielt, wird es schwierig", führte er weiter aus.
In der Tat stand der Hamburger dem Schlaggewitter von Cobolli phasenweise hilflos gegenüber. Viele Bälle, die der 23-Jährige mit voller Wucht ins Feld schlug, blieben für den Weltranglistendritten unerreichbar. Insgesamt verbuchte der italienische Davis-Cup-Sieger 32 Winner.
"Es war eines meiner besten Spiele überhaupt - und das gegen einen meiner besten Freunde auf der Tour", freute sich Cobolli, der nach dem Matchball aufgrund eines Todesfalls in seinem näheren Umfeld in Tränen ausbrach.
Zverev: "Ein paar freie Tage sind jetzt sehr hilfreich"
"Er ist ein wirklich netter Kerl, und wir verstehen uns gut - auch mit seinem Team. Daher war es ein bisschen schwer, gegen ihn anzutreten. Aber ich glaube, ich habe heute eines meiner besten Spiele gezeigt und bin sehr zufrieden mit meiner Leistung", ergänzte die Nummer vier der Setzliste.
Ganz anders dagegen Zverev, für den es nun gilt, sich bestmöglich zu erholen - immerhin stehen die Highlights der Sandplatzsaison erst noch an.
"Ein paar freie Tage sind jetzt sehr hilfreich, um hoffentlich in Madrid wieder etwas fitter zu sein. Er hat ein sehr gutes Match gespielt, und ich war nicht ganz frisch. Dann läuft es halt so", sagte Zverev geknickt und betonte: "Ich muss mich jetzt regenerieren."
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Cobolli feiert Final-Coup: "Eines meiner besten Spiele jemals"
Quelle: Eurosport
Zverev: "Carlos und Jannik machen es schlau"
Und das aus gutem Grund: Zverev gilt als einer der Vielspieler auf der Tour.
Die Teilnahme in München war bereits sein siebter Turnierstart in diesem Kalenderjahr. Zum Vergleich: Carlos Alcaraz und Jannik Sinner haben fünf beziehungsweise sechs Starts auf dem Konto.
Wirft man einen Blick auf das Vorjahr, wird der Unterschied noch deutlicher. 2025 startete Zverev insgesamt bei 26 Turnieren, Alcaraz bei 17 und Sinner - auch aufgrund seiner Dopingsperre - nur bei 12. Dessen ist sich auch Zverev bewusst.
"Carlos und Jannik machen es schon schlau, dass sie nicht jede Woche spielen", sagte Zverev, der sich als Hauptziel gesetzt hat, bei den French Open in Paris (18. Mai bis 7. Juni) fit zu sein.
Zverev bei Masters in Madrid gefordert
Ob diese Erkenntnis dazu führen wird, dass der Olympiasieger von Tokio künftig auf das eine oder andere Turnier verzichtet, bleibt offen.
Zunächst gilt es, die Niederlage abzuschütteln und die mutmaßlich sechs turnierfreien Tage bis zu seinem ersten Match beim Masters in Madrid bestmöglich zu nutzen.
Ein Turnier, in dem Zverev bereits zweimal triumphierte - die Voraussetzungen für das nächste Kapitel seiner Erfolgsgeschichte in Madrid sind also gegeben.
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(mit SID)
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Tränen nach Matchball: Cobolli belohnt sich für Topleistung gegen Zverev
Quelle: Eurosport
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