Marketa Vondrousová macht psychische Probleme für verweigerte Dopingprobe verantwortlich: "Am Grenzpunkt angekommen"
Update 18/04/2026 um 21:33 GMT+2 Uhr
Marketa Vondrousová hat psychische Probleme nach schwierigen Monaten als Grund für den Ärger rund um ihre verweigerte Dopingprobe genannt. Das schrieb die Tschechin in einem Beitrag bei "Instagram". "Zu dem Vorfall bei der Dopingprobe vor Kurzem ist es gekommen, weil ich nach Monaten mit körperlichem und mentalem Stress am Grenzpunkt angekommen war", so die Wimbledon-Siegerin von 2023.
Marketa Vondrousova pausiert seit Monaten
Fotocredit: SID
"Seit langer Zeit habe ich mit Verletzungen, ständigem Druck und anhaltenden Schlafproblemen zu kämpfen", erklärte die 26-Jährige, die seit Januar nicht mehr auf der WTA-Tour aufgeschlagen hat.
Diese hätten sie "nach und nach stärker heruntergezogen, als ich zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich realisiert habe. Darüber hinaus haben jahrelange Hassnachrichten und Drohungen beeinflusst, wie sicher ich mich in meinen eigenen Räumen fühle."
Den Vorfall mit dem Dopingkontrolleur, den sie abgewiesen hatte, schilderte die Tschechin wie folgt: "Als jemand spät in der Nacht an meiner Tür geklingelt hat ohne sich richtig auszuweisen oder dem Protokoll zu folgen, habe ich wie jemand reagiert, der Angst hat. In dem Moment ging es mir darum, mich sicher zu fühlen - nicht darum, irgendetwas auszuweichen."
Sie betonte, dass Mediziner später bei ihr eine "akute Stressreaktion" und eine "generalisierte Angststörung" diagnostiziert hätten, die zu dem Vorfall geführt hätten.
Vondrousová gewann 2023 überraschend Wimbledon
Vondrousová hatte einem Dopingkontrolleur den Zugang in ihre Prager Wohnung verweigert und begründete das unter anderem auch mit der Messerattacke auf ihre Landsfrau Petra Kvitová.
Ihr droht nun dennoch eine Sperre von bis zu vier Jahren. Die Tschechin hatte 2023 überraschend als erste ungesetzte Spielerin der Open Era Wimbledon gewonnen (6:4, 6:4 im Finale gegen Ons Jabeur). Im Spätsommer 2023 erreichte sie mit Weltranglistenplatz sechs auch ihr Karrierehoch.
Aktuell wird sie im WTA-Ranking auf der 46 geführt - Tendenz stark fallend.
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Quelle: Eurosport
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