ATP München 2026: Alexander Zverev legt Kaltstart gegen Miomir Kecmanovic hin - Warnsignale bei acht Grad Celsius

Alexander Zverev ist mit mehr Mühe, aber dennoch erfolgreich in die Mission Titelverteidigung beim ATP-Turnier in München gestartet. Der 28-Jährige will am Münchner Aumeisterweg seiner aggressiveren Spielweise, die er seit Saisonbeginn pflegt, folgen. Beim 6:3, 3:6, 7:6 (7:2) gegen Miomir Kecmanovic musste Zverev erkennen, dass der neue Stil nicht immer passt - aber ein Erkenntnisgewinn war da.

Ein Urschrei in der Kälte von München. Selten hat Alexander Zverev einen Erstrundensieg bei einem 500er-Turnier so enthusiastisch gefeiert wie jenen am Aumeisterweg gegen Miomir Kecmanovic.
Der Grund lag auf der Hand: Zwei Stunden und 19 Minuten lang musste der Titelverteidiger bei nasskalten acht Grad Celsius ackern. Es war alle andere als ein Feel-good-Auftakt in der bayrischen Landeshauptstadt.
Die Partie aber brachte interessante Erkenntnisse. Etwa die, dass es auch gegen einen Top-60-Spieler wie Kecmanovic schnell eng wird, wenn Zverev seinen neuen aggressiveren Stil nicht beibehält.
Denn: Im ersten Satz war der Klassenunterschied zwischen der Nummer drei und der 58 des ATP-Rankings offensichtlich. Zverev attackierte, schlug rund dreimal so viele Winner wie der Serbe (11:4), suchte den Punktgewinn.

Zverev: Schwerer Wechsel von Monte Carlo nach München

Das änderte sich allerdings mit laufender Uhr. Der dreimalige München-Champion wurde defensiver, Kecmanovic schlug im zweiten Durchgang ebenso viele Winner (13:13) - und saß dem Favoriten bis in den Tiebreak kurz vor Matchende unangenehm im Nacken.
"Ich hoffe, dass ich nicht noch schlechter spielen kann als im zweiten und dritten Satz", sagte Zverev später halb im Spaß, halb im Ernst am "Sky"-Mikrofon.
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Zverev selbstkritisch: "Besonders gut lief nicht viel"

Quelle: Eurosport

Natürlich war es wenig hilfreich, dass der Hamburger erst einen Tag vor der Partie angekommen war und "nur einmal trainieren" konnte, wie er erklärte.
Umso mehr, als da die Anreise aus dem mediterranen Monte Carlo auf Meereshöhe ins ungemütliche München auf über 500 Meter "kein einfacher Wechsel" gewesen sei.

Zverev: "In den wichtigen Momenten bestes Tennis gezeigt"

In seiner Wahlheimat im Fürstentum hatte Zverev in der Vorwoche ein starkes Masters-Turnier gespielt, ehe ihm im Halbfinale mal wieder Jannik Sinner den Weg versperrte - zum achten Mal in Folge.
Das Match gegen Kecmanovic habe er nicht sauber vorbereiten können, es war der sprichwörtliche Kaltstart. "Besonders gut lief nicht viel", räumte Zverev ein, aber er habe zumindest "in den wichtigen Momenten mein bestes Tennis gezeigt, das ist die Hauptsache".
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Grandios improvisiert! Zverev begeistert mit Tweener

Quelle: Eurosport

Generell hätten es die niedrigen Temperaturen knifflig gemacht, offensiv zu agieren. "Bei solchen Bedingungen ist es schwer, aggressives Tennis zu spielen. Das ist ein Fakt. Wir haben acht Grad, da fliegt der Ball nicht so unfassbar schnell", dozierte Zverev, der als sogenannter Hard Hitter vom Tempo lebt.

Zverev: "Ein Preis, den ich zu zahlen bereit bin"

Es wird indes ein Teil des Lernprozesses sein, auch bei ungünstigen Rahmenbedingungen seinen neuen Stil durchzubringen. Er müsse "ein Gleichgewicht finden", hatte Zverev bereits vor einigen Wochen betont: "Ich habe aber das Gefühl, es zu schaffen, der hyperaggressive Spieler zu sein, der ich sein will - auch wenn es Matches geben wird, die nicht wie geplant laufen."
  • Tipp: Das ATP-Turnier von München täglich ab 11:00 Uhr live bei Eurosport 1
Gar so schlimm kam es nicht auf der Anlage des MTTC Iphitos, schließlich zwang der Olympiasieger seinen Rivalen in die Knie und steht im Achtelfinale gegen den Kanadier Gabriel Diallo.
Der neuen Marschroute will er treu bleiben, oder wie es Zverev vor Kurzem selbst ausdrückte: "Es ist ein Preis, den ich zu zahlen bereit bin."
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Perfekter Abschluss - Zverev holt sich die Satzführung

Quelle: Eurosport


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