Diese Kritik treffe ihn mittlerweile aber nicht mehr so sehr, ergänzte der Serbe.
"Ich bin es in gewisser Weise gewohnt - von den Weltmedien, sogar von den einheimischen. Es wird eine Propaganda erschaffen und ich werde in das alles hineingezogen, weil ich etwas gesagt habe", sagte Djokovic, der kritisierte: "Die Informationen nehmen eine Richtung ein, die nicht mehr die Grundlage von Journalismus ist."
Es gebe "immer weniger freien Journalismus und freie Information. Immer mehr wird von ein oder zwei Quellen kontrolliert, so dass Propaganda verbreitet wird, die der Elite oder einer bestimmten Personengruppe Vorteile bringt. Es trifft mich, aber das hält mich nicht davon ab, mich für Dinge einzusetzen, die ich für richtig halte."
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Konkreter wurde Djokovic nicht. Der Serbe erklärte aber auch, dass er seit längerem kaum noch Medien konsumiere. "Ich lese schon seit einigen Jahren keine Zeitungen mehr, ob online oder gedruckt. Auch TV-Nachrichten schaue ich nicht mehr." Über Social Media bekomme er jedoch einiges mit, behauptete Djokovic.

Djokovic will eigene Werte verteidigen

Zugleich betonte er, dass er sich des Einflusses auf die Jugend und seiner Vorbildfunktion bewusst ist. "Es wird erwartet, dass man zu Themen Stellung bezieht, die nicht den eigenen Beruf betreffen. Ich habe versucht, mich von allem fernzuhalten, aber manchmal, wenn ich das Gefühl habe, etwas teilen zu wollen, tue ich es. Ich bin jemand, der sich an Prinzipien, Werte und Menschenrechte hält", sagte der 34-Jährige.
Bestimmte Werte seien für ihn ohnehin sehr wichtig. "Ich kämpfe für Wahrheit und Gerechtigkeit. Es spielt für mich auch eine Rolle, was die Menschen von mir denken", meinte Djokovic.
Sein Leben hänge davon jedoch nicht mehr ab, "denn ich weiß, wer und was ich bin. Ich versuche danach zu leben, was richtig ist. Ja, ich liege manchmal falsch, aber es trifft mich, wenn Lügen verbreitet werden."
Bereits vor einigen Wochen hatte Djokovic die "feindselige" Presse aufgrund der anhaltenden Fragen nach seinem Impfstatus scharf kritisiert.
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