ATP Masters in Rom: Holger Rune legt sich mit Schiedsrichter Mohamed Lahyani an - auch Novak Djokovic meckert
Holger Rune ist bekannt dafür, auf dem Platz mitunter sehr explosiv zu agieren. Das betrifft nicht nur sein Spiel mit Ball und Schläger, sondern auch sein leicht reizbares Gemüt. Im Viertelfinale des ATP-Masters in Rom gegen Novak Djokovic legte sich der Däne mit Stuhlschiedsrichter Mohamed Lahyani an, bezeichnete den Marokkaner als "Witz". Auch der Djoker pöbelte in Richtung des Unparteiischen.
Rune ätzt gegen Referee Lahyani: "Der Typ ist ein Witz!"
Quelle: Perform
Ursache der Auseinandersetzung zwischen Rune und Lahyani war ein Ball Djokovics, den der Stuhlschiedsrichter nach Ansicht des Abdrucks gut gab. Rune hatte das Spiel zuvor unterbrochen und auf Aus gepocht. Beim anschließenden Seitenwechsel machte er seinem Unmut dann Luft.
"Hören Sie mir zu! Ich hatte Sie jetzt drei oder vier Mal und Sie machen in jedem Spiel Fehler", wütete der Däne und fing an, vermeintliche Verfehlungen des Marokkaners aufzuzählen. "Beim Finale in Basel war es das Flackern der LED-Wand direkt auf dem Ball, Sie haben es nicht gesehen. In Madrid gegen Bublik hatte ich diesen Ball ganz klar und Sie haben es wieder nicht gesehen. Sie sind ein absoluter Witz, Mann."
Lahyani, der sich die Wutrede des 20-Jährigen geduldig anhörte, reagierte nicht - stattdessen legte Rune wieder los. "Werden Sie denn für Ihre Fehler bestraft? Können Sie mir antworten? Ja oder Nein", drängte Rune hörbar genervt, während Lahyani demonstrativ in sein Funkgerät sprach.
"Wenn wir Fehler machen, dann bekommen wir eine Strafe - und Sie nicht. Also bitte, respektieren Sie die Spieler", so Rune weiter, bevor er sich zu seinem Trainer Patrick Muratoglou umdrehte und Lahyani erneut als "Witz" bezeichnete.
Auch Djokovic gerät mit Lahyani aneinander
Während der Partie war auch Djokovic mit dem Unparteiischen aneinandergeraten, weil dieser seiner Meinung nach zu lange brauchte, um den aktuellen Spielstand durchzugeben.
Lahyani erklärte, er würde den Punktestand zunächst in italienischer Sprache, dann auf englisch durchgeben, was Djokovic schier zur Weißglut trieb. "Was soll das Drama mit dem Warten zwischen Englisch und Italienisch. Schauspielern Sie hier?", fragte der Serbe wild gestikulierend.
Lahyani antwortete, dass man das in Rom immer so mache.
Das aus sportlicher Sicht bessere Ende für sich hatte in jenem Viertelfinale letztlich Rune, der sich mit 6:2, 4:6 und 6:2 gegen Djokovic durchsetzte.
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