Jannik Sinner und die Masters in 2026: Italiener bremst nach Rom-Turniersieg Erwartungen - "Ich war immer Realist"

"Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass mein großes Ziel Paris ist." Mit diesen Worten blickte Jannik Sinner nach seinem historischen Triumph in Rom auf die French Open. Der Weltranglistenerste besiegte Casper Ruud im Finale des Masters-Turniers souverän mit 6:4, 6:4 - und schrieb damit Tennisgeschichte. Doch nach seinem großen Erfolg betonte der Südtiroler, dass er vorerst kürzertreten wolle.

Sinner nach Turniersieg in Rom: "Kein perfektes Tennis, aber ..."

Quelle: SNTV

Mit dem Titel in der italienischen Hauptstadt vollendete Sinner im Alter von nur 24 Jahren den sogenannten Career Golden Masters. Nach Erfolgen in Toronto, Miami, Cincinnati, Shanghai, Paris, Indian Wells, Monte Carlo und Madrid gewann der Südtiroler nun auch das letzte noch fehlende Masters-Turnier seiner Karriere.
Besonders bemerkenswert: Zwischen seinem ersten Masters-Titel in Kanada und dem historischen neunten Triumph in Rom liegen nicht einmal drei Jahre.
Außer Novak Djokovic gelang dieses Kunststück zuvor noch keinem Spieler. Der 24-malige Grand-Slam-Sieger gratulierte Sinner anschließend via Instagram: "Willkommen im exklusiven Klub, Jannik." In Italien überschlagen sich nach dem Triumph ohnehin die Schlagzeilen. Die "La Gazzetta dello Sport" adelte Sinner auf ihrer Titelseite bereits zum "Giganten".
Und tatsächlich scheint der Italiener derzeit kaum zu stoppen. Gerade in Abwesenheit des verletzten Carlos Alcaraz fehlt vielen Konkurrenten aktuell jede Fantasie, wie sich ein weiterer Sinner-Triumph verhindern ließe.

Alle neun Masters in 2026? Sinner will "dauerhaft fit bleiben"

Doch während die Tenniswelt über mögliche historische Dimensionen diskutiert, versucht Sinner selbst, die Erwartungen bewusst kleinzuhalten. Auf die Frage, ob er nun sogar darüber nachdenke, 2026 alle neun Masters-Turniere in einem Kalenderjahr zu gewinnen, reagierte der Weltranglistenerste deutlich.
"Nein. Wir müssen Turnier für Turnier denken. Das Wichtigste ist, körperlich fit zu bleiben. Wenn du körperlich nicht fit bist, kommst du nirgendwo hin. Deshalb danke ich meinem Team - besonders den Leuten aus dem Athletikbereich. Wir arbeiten extrem viel. Im Tennis können alle gut spielen, schwierig ist es, dauerhaft fit zu bleiben", erklärte Sinner auf der Pressekonferenz nach seinem Turniergewinn.
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Sinner bricht 50-jährigen Bann mit Titel in Rom - Highlights

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Interessanterweise enthüllte der viermalige Grand-Slam-Champion dabei: "Wir haben entschieden, vor Wimbledon keine Rasenturniere zu spielen. Wenn wir vorher genug Pause bekommen, spielen wir vielleicht in Kanada. Aber ich war immer Realist - und alle Masters 1000 zu gewinnen, ist einfach nicht realistisch. Jetzt haben wir Rom gewonnen und sind glücklich, aber man kann nicht die gesamte Saison auf diesem Niveau spielen."
Statt sofort neue Rekorde ins Visier zu nehmen, will Sinner nach den emotionalen Tagen in Rom zunächst abschalten. Die wichtigste Priorität sei es, sich in den nächsten zwei, drei Tagen so gut wie möglich zu erholen, erklärte der 24-Jährige nach seinem Triumph.

In Paris: Sinner nimmt Career Grand Slam ins Visier

"Es wird definitiv nicht viel Training geben. Kein Tennis. Körperlich müssen wir schauen. Ich möchte in diesem Moment auch ein bisschen Zeit mit meiner Familie verbringen. Einfach mal vom Tennis abschalten. Ab Donnerstag denke ich, dass ich in Paris sein werde, um mich vorzubereiten, und dann sehen wir, wie es läuft. Jetzt ist es wichtig, sich auszuruhen." Bei den French Open (live bei Eurosport und HBO Max) wird vom 24. Mai bis 7. Juni aufgeschlagen.
Dabei wartet bereits das nächste historische Ziel. Denn nun ist auch der "Career Grand Slam" plötzlich für Sinner zum Greifen nah. Nach seinen Titeln bei den Australian Open 2024 und 2025, US Open 2024 sowie Wimbledon 2025 fehlt dem Weltklassespieler nur noch ein Triumph bei den French Open.
Bereits im Vorjahr erreichte Sinner in Paris erstmals das Finale. Dort scheiterte er spektakulär an Carlos Alcaraz. Nun soll am Eiffelturm auch der letzte große Titel folgen. Für Italien wäre es der nächste historische Moment, nachdem Sinner seinen Landsleuten in Rom bereits den ersten Heimsieg seit Adriano Panatta im Jahr 1976 bescherte.
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Svitolina triumphiert in Rom - die Highlights zum Finale

Quelle: SNTV


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