ATP bestraft Querrey nach Flucht von Turnier in Russland

Der US-amerikanische Tennis-Profi Sam Querrey ist nach seinem Verstoß gegen die Corona-Regeln im Oktober in St. Petersburg mit einer milden Strafe davongekommen. Wie die ATP am Mittwoch mitteilte, wurde der 33-Jährige zu einer Geldstrafe von 20.000 Euro verurteilt. Die Strafe ist allerdings für die kommenden sechs Monate zur Bewährung ausgesetzt.

Sam Querrey, Wimbledon 2018

Fotocredit: Getty Images

Querrey war beim ATP-Turnier in Russland bei Ankunft positiv auf das Coronavirus getestet worden. Danach hätte der US-Amerikaner eigentlich mit seiner Familie, Frau Abby und seinem neun Monate alten Sohn Ford, in Quarantäne gehen müssen.
Doch den Turnier-Organisatoren wollte er seinerzeit keinen Zutritt zu seinem Hotelzimmer gewähren und floh am 13. Oktober 2020 offenbar aus Angst vor einer Verlegung in ein russisches Krankenhaus in einem Privatjet aus dem Land.
Die ATP leitete daraufhin eine Untersuchung ein, die nun mit dem Urteil und der Feststellung eines Verstoßes gegen den ATP Code of Conduct beendet wurde.
In dem Statement erklärte der Verband auch die verhältnismäßig milde Strafe: "Die Geldstrafe wird in Anbetracht des ansonsten seit Jahren guten Verhältnisses von Herrn Querrey zur ATP und anderen mildernden Umständen zur Bewährung ausgesetzt." Querrey hat nun fünf Tage Zeit, Einspruch gegen das Urteil einzulegen.
Sollte der US-Amerikaner in den nächsten sechs Monaten keine weiteren Gesundheits- und Sicherheitsregeln bezüglich COVID brechen, würde die Strafe komplett ausgesetzt, hieß es weiter. Damit kam Querrey nun wohl tatsächlich mit einem blauen Auge davon.
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