Gab sich Novak Djokovic im Finale von Shanghai gegen Jannik Sinner auf? Ex-Profi Adriano Panatta zweifelt am Serben

Novak Djokovic musste sich beim ATP-Masters in Shanghai im Finale Jannik Sinner geschlagen geben. 6:7 (4:7), 3:6 verlor der Rekord-Grand-Slam-Sieger gegen den 23-Jährigen. Ex-Profi Adriano Panatta, vor Sinner der einzige Italiener, der die Top 4 der Weltrangliste erreicht hatte, warf dem Serben vor, fast kapituliert zu haben. Nach dem ersten engen Satz habe es quasi kein Spiel mehr gegeben.

Sinner verrät nach Finaltriumph: So schlägt man Novak Djokovic

Quelle: Perform

"Ich denke, dass Djokovic sich auch damit abfindet, aufzugeben", meinte Panatta in der "Corriere dello Sport". Der 37-Jährige könne es sich aber nicht erlauben, "den Platz mit einer guten Tracht Prügel von Sinner" zu verlassen.
Schließlich sei Djokovic "wahrscheinlich der beste aller Zeiten, was die Ergebnisse angeht". Der 74-Jährige, der schon häufiger mit Kritik am Serben aufgefallen war, sagte weiter: "Es tut mir ein bisschen leid, weil ich Djokovic sehr bewundere. Ich sage immer, dass ich Djokovic nicht geliebt habe, aber das ist nicht wahr. Ich habe Federer mehr geliebt."
Für seinen jungen Landsmann hatte Panatta viel Lob übrig. "Er hat dieses außergewöhnliche Jahr bestätigt, dass er auf eine Art und Weise spielt, die unglaublich ist", so der French-Open-Sieger von 1976.
Sinner habe "in den letzten Monaten viele Fortschritte gemacht"."Ich muss sagen, dass die Kontinuität und das durchschnittliche Spielniveau sehr hoch sind", schwärmte Panatta weiter. "Selbst wenn er nicht sehr gut spielt, kann er gegen Spieler jenseits der Top sechs nie verlieren. Wenn er gut spielt, verliert er nicht einmal gegen die ersten Vier."

Jannik Sinner gleicht gegen Novak Djokovic aus

Was den Ex-Profi besonders beeindruckt: "Er spielt ununterbrochen zwei bis drei Stunden lang immer auf einem sehr hohen Niveau. Die anderen spielen wie er, aber eine Stunde, eineinviertel Stunden lang, dann können sie das Tempo nicht mehr halten."
Für Sinner war der Finalerfolg in China tatsächlich sein dritter Sieg in Folge gegen Djokovic. Damit glich die Nummer eins im direkten Duell auf 4:4 aus.
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Sinner überragend: Djokovic sieht im Finale ohne Breakball alt aus

Quelle: Perform


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