Eurosport
Novak Djokovic scheitert angeschlagen in Shanghai an Valentin Vacherot - Nummer 204 der Welt sensationell im Finale
Von
Update 11/10/2025 um 17:42 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic ist im Halbfinale beim Masters in Shanghai ausgeschieden. Der angeschlagene Grand-Slam-Rekordsieger aus Serbien unterlag dem Monegassen Valentin Vacherot völlig überraschend 3:6, 4:6. Vacherot, lediglich Nummer 204 der Weltrangliste, hatte beim Turnier in China zuvor unter anderem mit einem Sieg gegen den Dänen Holger Rune im Viertelfinale für Aufsehen gesorgt.
Highlights: Vacherot setzt Sensationslauf auch gegen Djokovic fort
Quelle: Perform
Über eine Stunde und 43 Minuten zeigte der angeschlagene Djokovic zwar eine bemerkenswerte Willensleistung, dann allerdings verwandelte sein monegassischer Gegner seinen zweiten Matchball. "Allein auf der anderen Seite des Courts zu stehen, war bereits ein unglaubliches Erlebnis. Ich kann so viel von ihm lernen", sagte ein vollkommen überwältigter Vacherot nach seinem mit Abstand größten Karriereerfolg.
Der 26-Jährige ist der am niedrigsten gerankte Spieler, dem je der Einzug in ein ATP-Masters-Finale gelungen ist. In der Weltrangliste liegt er genau 199 Plätze hinter Djokovic.
Im Finale trifft Vacherot, der erstmals den Sprung unter die Top 60 machen wird, nun kurioserweise auf seinen Cousin Arthur Rinderknech.
"Ich kann nicht mal sagen, dass das ein Traum ist - keine einzige Person in unserer Familie hat davon geträumt", sagte Rinderknech: "Jetzt stehen wir beide hier, haben uns durch so viele Matches gekämpft, und irgendwie sind wir die beiden Verbliebenen, die hier am Ende noch stehen. Das ist einfach unglaublich."
Rinderknech bezwingt Medvedev
Rinderknech setzte sich im zweiten Halbfinale mit 4:6, 6:2, 6:4 gegen den früheren Weltranglistenersten Daniil Medvedev durch.
Für den Franzosen, der in der dritten Runde wie schon in Wimbledon die deutsche Nummer eins Alexander Zverev bezwungen hatte, ist es der ebenfalls bis dato größte Erfolg seiner Karriere - getoppt nur von seinem Cousin.
Djokovic, der in Shanghai erstmals seit den US Open Anfang September wieder auf den Tenniscourt zurückgekehrt war, kämpfte von Beginn des ersten Satzes an mit körperlichen Beschwerden, immer wieder ging der Griff des 38-Jährigen an Hüfte und Wade.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/10/11/image-e9437ae5-05ad-4ae1-b83e-c8e8cf01a98b-85-2560-1440.png)
Rinderknech schlägt Medvedev und macht Finale gegen Cousin perfekt
Quelle: SNTV
Frühes Medical Timeout bei Djokovic
Bereits nach einer halben Stunde benötigte der Serbe dann das Medical Timeout, zumindest für den ersten Durchgang nutzte ihm dieses aber nichts mehr.
Mit schmerzverzerrtem Gesicht kehrte Djokovic auch für den zweiten Satz auf den Court zurück und arbeitete in der für ihn typischen Manier dann doch plötzlich am Comeback: In höchster Not wehrte er erst noch zwei Breakbälle im ersten Aufschlagspiel ab, dann aber schien der Serbe plötzlich wieder voll im Spiel. Den Vorteil sicherte sich zum Ende des Matches hin dann aber doch erneut sein Gegner.
Das könnte Dich auch interessieren: Federer nennt seine fünf besten Spieler aller Zeiten
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/10/11/image-587f8965-4022-46c6-8f29-9d237d41655b-85-2560-1440.png)
Sieg über Paolini: Gauff erreicht Finale in Wuhan
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung