Nick Kyrgios zieht Stärke aus bitterer US-Open-Niederlage gegen Karen Khachanov: "Das hat sehr, sehr wehgetan"
Nick Kyrgios startet nach gut vierwöchiger Pause bei den Japan Open in Tokio. Vor seinem Erstrundenmatch gegen den Taiwanesen Chun Hsin Tseng blickt der Australier zurück auf die US Open, wo er im Viertelfinale überraschend als einer der Titelfavoriten am Russen Karen Khachanov scheiterte. "Das hat sehr, sehr wehgetan", sagt der Australier, der aus der Niederlage aber auch Motivation zieht.
Nick Kyrgios
Fotocredit: Getty Images
Nick Kyrgios musste sich nach der bitteren 5:7, 6:4, 5:7, 7:6 (7:3), 4:6-Niederlage im Viertelfinale der US Open gegen Karen Khachanov erst einmal fangen. Den Laver Cup, bei dem er in den vergangenen Jahrenregelmäßig gut gelaunt als Teil der Weltauswahl auftrat, ließ er bewusst weg. Zu schmerzhaft war der Traum vom ersten Grand-Slam-Titel seiner Karriere in Flushing Meadwos zerplatzt.
"Ich habe wirklich gedacht, dass ich der Favorit auf den Titel bin, nachdem ich Daniil Medvedev im Achtelfinale geschlagen hatte. Das war eine Riesenchance und hat offensichtlich sehr, sehr wehgetan", sagte die aktuelle Nummer 20 der Welt vor seinem Start beim ATP-Turnier in Tokio.
Doch Kyrgios hat sich im Jahr 2022 neu erfunden, ist disziplinierter geworden und sieht selbst in schweren Momenten positive Dinge.
So habe seine starke Saison, in der er beim ATP-Turnier in Washington seinen insgesamt siebten Titel auf der Tour holte, und vor allem sein Durchmarsch ins Finale von Wimbledon () gezeigt, dass er auf dem richtigen Weg sei.
Nick Kyrgios übt Selbstkritik
"Früher schaffte ich es oft nicht mal in die dritte Runde. Ich habe nicht hart genug trainiert, habe den Sport wahrscheinlich nicht ernst genug genommen", gestand Kyrgios, der die letzten eineinhalb Jahre nun "sehr hart trainiert" habe. Die Grundlage für sein deutlich reiferes und somit auch erfolgreicheres Spiel.
Kyrgios blickt deshalb schon jetzt voller Vorfreude auf das nächste große Event: die Australian Open in Melbourne.
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Viertelfinale: Khachanov zeigt Kyrgios die Grenzen auf - Highlights
Quelle: Eurosport
"Grand Slams sind die Turniere, wegen denen sich die Menschen an dich erinnern. Aber du kannst nicht einfach antreten und erwarten, eines zu gewinnen. Du musst das richtige Fundament haben", weiß der 27-Jährige und schiebt selbstsicher nach: "Ich mache die richtigen Dinge, also denke ich, dass ich einen Grand-Slam-Titel gewinnen kann."
Kyrgios-Plan: Form bis Australien beibehalten
Jetzt heiße es für Kyrgios zunächst warten - warten auf das Highlight im eigenen Land. "Ich will einfach meine Form behalten. Ich will meine Art des Spielens beibehalten", versichert der Mann aus Canberra. Ein wichtiger Baustein dafür sind seriöse Auftritte auch bei kleineren Turnieren wie jetzt in Tokio.
Beim Hardplatzevent in der japanischen Hauptstadt geht es um 500 Weltranglistenpunkte. Da Kyrgios im vergangenen Jahr im Anschluss an den Laver Cup kein Match mehr spielte und somit auch keine Punkte verteidigen muss, darf er also auf eine deutliche Verbesserung im Ranking hoffen. Im Bestfall steht der Australier in der kommenden Woche schon auf Rang 17.
Im Hinblick auf die Australian Open ist das nicht unwichtig, um den besten Spielern bei den großen Turnieren nicht schon in den ersten Runden gegenüberzustehen.
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Quelle: SNTV
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