Nach dem Match sangen die 7500 Zuschauer in der Rod-Laver-Arena Kerber ein "Happy Birthday"-Ständchen. "Ich werde langsam älter", scherzte Kerber nach dem harten Kampf gegen Witthöft und meinte: "Es ist eine neue Situation für mich als Nummer eins, aber Druck ist ein Privileg."

Nach 2:08 Stunden verwandelte Kerber ihren ersten Matchball und darf ungeachtet der noch fehlenden Topform weiter von ihrem dritten Grand-Slam-Triumph nach ihren Coups von 2016 in Melbourne und New York träumen.

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Australian Open: Kerbers merkwürdigster Schlag

Kerber machte sich das Leben immer wieder selbst schwer, weil sie oft zu passiv agierte. "Angie war nicht locker und hat nicht frei aufgespielt. Sie hat sich durchgekämpft", sagte Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner dem SID und meinte: "Ich denke aber, sie wird jetzt von Runde zu Runde besser. Weil sie es muss - und auch kann."

In der Partie um den Sprung ins Achtelfinale trifft die Branchenführerin am Freitag auf die Tschechin Kristyna Pliskova, die Zwillingsschwester von US-Open-Finalistin Karolina Pliskova. Pliskova schlug die Rumänin Irina-Camelia Begu mit 6:4 und 7:6 (10:8).

Glückwunsch vom Stuhlschiedsrichter

Das deutsche Duell zwischen Kerber und der Weltranglisten-89. Witthöft war zunächst von Fehlern geprägt. Der Außenseiterin fabrizierte gleich in ihren ersten beiden Aufschlagspielen insgesamt sechs Doppelfehler. Doch auch bei Kerber, die vor dem Match von Stuhlschiedsrichter Emmanuel Joseph (Frankreich) zum Geburtstag gratuliert bekam, lief nicht alles rund.

Highlights: Kerber wackelt gegen Witthöft

Als sie im ersten Spiel ans Netz stürmte, flog ihr das Sonnenschild vom Kopf. Witthöft war allerdings so irritiert davon, dass sie den Ball ins Netz schlug und der Linkshänderin das erste Break ermöglichte. Kerber dominierte immer dann die Partie, wenn sie selbst die Initiative übernahm. Bei ihrem ersten Satzball profitierte sie dann vom insgesamt 25. "unforced error" von Witthöft.

Topbilanz in deutschen Duellen

Danach ging Kerber schnell mit 2:0 in Führung, wurde anschließend aber wieder zu passiv und gab die nächsten drei Spiele ab. Nicht zuletzt, weil Witthöft vor allen Dingen auch beim Aufschlag stabiler wurde und ihre Chance nutzte. Im Tiebreak dotzte Kerber frustriert ihr Racket auf den Boden.

Fast trotzig erhöhte sie im entscheidenden Durchgang den Druck und zeigte nach dem Erfolg erleichtert die Siegerfaust. Damit hat Kerber die letzten zehn Duell mit deutschen Gegnerinnen gewonnen. Auf ihrem Weg zum Australian-Open-Triumph 2016 hatte "Angie" im Achtelfinale Annika Beck bezwungen.

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