Australian Open 2020 | Chaotische Szenen bei Mattek-Sands/Murray - Strycova/Melo
Eine minutenlage Debatte um einen Ballwechsel hat im Mixed-Doppel-Wettbewerb der Australian Open für Aufsehen gesorgt. Bethanie Mattek-Sands und Jamie Murray fühlten sich in ihrer Erstrundenpartie gegen das an Position eins gesetzte Duo aus Barbora Strycova und Marcelo Melo vom Stuhlschiedsrichter benachteiligt - letztlich musste sogar der Supervisor auf den Platz kommen.
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Die Situation in der 1573 Arena in Melbourne war kompliziert. Mattek-Sands und Murray hatten während eines Ballwechsels auf den Ausruf eines Linienrichters reagiert und per Handzeichen eine Challenge verlangt - dann aber trotzdem weitergespielt und den Punkt gemacht. Es wäre das 2:0 im ersten Satz gewesen.
Eigentlich. Denn der Stuhlschiedsrichter brachte die sogenannte "Hindrance rule" zur Anwendung. Aus seiner Sicht hatten Mattek-Sands und Murray durch ihre Aktion die Gegner im Ballwechsel behindert, weshalb er den Punkt Strycova und Melo gutschreiben wollte.
Happy End für Mattek-Sands und Murray
Mattek-Sands und Murray ließen das aber nicht mit sich machen und verwickelten den Unparteiischen in eine hitzige und zähe Debatte. Infolge dessen musste sogar der Court Supervisor auf den Platz kommen.
Nach rund zehn Minuten wurde entschieden, dem ursprünglich Wunsch nach einer Challenge nachzukommen. Die wiederum ergab: der Ball war aus - damit ging der Punkt doch an Mattek-Sands und Murray.
Entsprechen genervt reagierte das gegnerische Doppel und vor allem Strycova machte ihrem Ärger Luft. Half alles nichts, am Ende verloren die an eins gesetzten Favoriten die Partie mit 6:3, 4:6 und 7:10.
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