Alexander Zverev hat nach einem harten Stück Arbeit die zweite Runde der Australian Open erreicht. Der 23 Jahre alte Hamburger setzte sich am ersten Tag des Grand-Slam-Turniers in Melbourne mit 6:7 (8:10), 7:6 (7:5), 6:3 gegen den US-Amerikaner Marcos Giron durch.
"Es ist ein gewohntes Bild - Sascha muss erst seine Form und seinen Rhythmus finden", meinte Eurosport-Experte Boris Becker.
"Ich habe nicht mein bestes Tennis gespielt. Aber das erste Match bei einem Grand Slam ist nie einfach", sagte Zverev: "Am Ende habe ich besser gespielt und bin glücklich, dass ich in der zweiten Runde bin. Es ist einfach schön, hier zurück zu sein."
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Der Halbfinalist des Vorjahres war gut in die Partie gekommen. Von den Rückenproblemen, die ihn noch im ATP Cup beschäftigt hatten, war zunächst nichts zu sehen.

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Zverev lässt Dampf ab

Doch er gab gegen den immer mutiger aufspielenden 73. der Weltrangliste seine 4:2-Führung her und verlor den ersten Satz im Tiebreak.
Ende des zweiten Durchgangs ließ Zverev dann Dampf ab und zerschlug seinen Schläger. "Es war irgendwann einfach frustrierend", sagte er.

"Der ganze Frust muss raus": Zverev zerlegt seinen Schläger

Zuvor hatte er erneut Giron zurückkommen lassen, bewies aber diesmal im Tiebreak bessere Nerven und blieb auch im dritten Satz, den er nun glatt durchbrachte, der dominierende Spieler.
Nun war Zverev klar auf Kurs und brachte das Match mit Konsequenz zu Ende.
"Giron hat unglaublich gespielt. Ich wollte unbedingt verhindern, dass ich 0:2-Sätze hinten liege, aber im Tiebreak kann es immer auch anders laufen. Deswegen bin ich froh, wie es gelaufen ist", sagte Zverev nach der Partie: "Danke an Tennis Australia, dass sie das Turnier hier überhaupt möglich gemacht haben."

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Zverev braucht den Kick

Er habe sich ein bisschen müde gefühlt, fügte der 23-Jährige an, aber da müsse man durch. Ein bisschen sei er auch noch durch seine Rückenprobleme gehandicapt gewesen. Dazu kämen Schmerzen an den Bauchmuskeln. "Ich konnte noch nicht zu hundert Prozent aufschlagen", sagte der Weltranglistensiebte. Dafür sein sein zweiter Aufschlag "ganz in Ordnung" gewesen. Er habe sehr variabel servieren können.
"Er hat es souverän gemacht, aber vielleicht braucht er auch diesen Kick, diese Nervenanstrengung", analysierte Expertin Barbara Rittner bei Eurosport. Die Ex-Profi-Spielerin fügte kritisch an: "Mental macht es auch was mit dir, ob du souverän durchgehst oder hier und da mal den Schläger zerhackst und Körner lässt."
Die am Montag angetreten drei deutschen Damen - Angelique Kerber, Laura Siegemund und Andrea Petkovic - sind dagegen alle ausgeschieden.
Zverev trifft in der 2. Runde auf Maxime Cressy (USA).
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(mit SID)

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