So ganz festlegen wollte sich Gilles Simon nicht, die Intention seiner Aussage aber war klar: Die Leistungen der Stuhlschiedsrichterinnen und Stuhlschiedsrichter werden schwächer - und das hat auch mit dem Hawk Eye der gleichnamigen Firma zu tun.
"Ich weiß nicht, ob es da eine Verbindung gibt, aber was ich am Hawk Eye am wenigsten mag, ist das Nachlassen des Niveaus bei den Referees. Ich habe seit geraumer Zeit das Gefühl, dass es schlimmer wird. Vielleicht sind die Unparteiischen durch das System etwas unkonzentrierter geworden", so der 32-Jährige.
Es gebe viele Netz-Rufe vonseiten des Systems, aber: "Wenn es nicht von der Maschine kommt, scheinen es die Referees nicht zu merken."
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Der Fokus der Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter habe sich in negativer Weise verschoben. "Ich habe den Eindruck, die haben nur noch eine Mission: dir eine Verwarnung zu geben, wenn du zwischen den Ballwechseln die 25 Sekunden erreicht hast", kritisierte Simon.

Simon sieht negative Entwicklung

Der ehemalige Weltranglisten-Sechste argwöhnte, dass die Unparteiischen nun mehr auf Dinge achten, die sich auf und neben dem Platz abspielen. "Das ist alles, was sie jetzt noch tun müssen - und sie tun das mit Eifer, was nicht gut ist."
Eurosport-Expertin Barbara Rittner sieht das sogenannte "electronic line calling" dagegen als großen Gewinn für den Tennissport an. "Ich bin begeistert, eine spannende Technik und in Zeiten der Corona-Pandemie eine super Sache", so die 47-Jährige.
Einzig das "Fehlen der Diskussionen und Challenges" sei, vor allem für die Zuschauer, ein Verlust für das Spiel. Das würde wohl auch Simon so unterschreiben.
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