Ein Aus mit Tränen gab es hingegen für den Franzosen Gael Monfils.
Er unterlag dem Finnen Emil Ruusuvuori in einem Marathon-Match 6:3, 4:6, 5:7, 6:3, 3:6 und konnte danach seine Emotionen in der Pressekonferenz nicht zurückhalten (s. Video unten).
Eurosport-Experte Mats Wilander warb um Verständnis für Monfils und rückte die Szene in Perspektive: "Ich habe ihn noch nie nach einer Niederlage so in einer Pressekonferenz erlebt. Es geht um mehr als Tennis: Es ist einfach, sich auf dem Platz körperlich komplett zu verausgaben, aber mental spürst du all' diese Emotionen."
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"Für viele Spieler ist es aus meiner Sicht an der Zeit, mit einem Psychologen an der mentalen Komponente des Spiels zu arbeiten. Denn wir alle haben ein Jahr unseres Lebens verloren und die Tennisprofis ein Jahr ihrer Karriere", so der einstige Grand-Slam-Champion aus Schweden.

Tränen nach Fünf-Satz-Niederlage: Monfils von Gefühlen übermannt

Thiem jetzt gegen Köpfer

US-Open-Champion Thiem trifft nun auf Dominik Koepfer, dieser setzte sich gegen Hugo Dellien (Bolivien) 7:5, 6:2, 6:4 durch.
"Es ist natürlich eine schwere Aufgabe, gegen einen Grand-Slam-Champion zu spielen", sagte Koepfer: "Aber ich freue mich darauf, es ist eine weitere Herausforderung für mich. Ich werde versuchen, ihm das Leben schwer zu machen."

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Thiem findet Belag "nicht perfekt"

"Ich brauchte einfach etwas Zeit, um mich anzupassen", sagte der 27 Jahre alte Österreicher und meinte angesichts des schnellen Belags: "Ich mag es, Zeit zu haben. Der schnelle Platz nimmt sie mir ein bisschen weg, also ist das nicht perfekt."
Thiem zählt zu den Titelkandidaten für das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres.
Im Vorjahr stand er im Finale gegen Melbourne-Rekordchampion Novak Djokovic (Serbien), dessen Erstrundenduell gegen Jeremy Chardy (Frankreich) ebenfalls noch am Montag auf dem Plan steht.
Auch Grand-Slam-Rekordchampion Rafael Nadal aus Spanien haben die Buchmacher wie gewohnt auf dem Zettel.

Thiem über Erstrundensieg erleichtert: "Es war herausfordernd"

Nishikori raus, Kyrgios weiter

Für Kei Nishikori sind die Australian Open nach Runde eins hingegen vorbei. Der 31-Jährige aus Japan musste sich dem Spanier Pablo Carreño Busta nach drei umkämpften Sätzen 5:7, 6:7 (4:7), 2:6 geschlagen geben.
Ausgeschieden ist auch Marin Cilic (Kroatien), der das Top-Duell mit Grigor Dimitrov (Bulgarien) 4:6, 2:6, 6:7 (5:7) verlor.

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Einen guten Start erwischte hingegen Nick Kyrgios: Der Australier behielt mit 6:4, 6:4, 6:4 gegen Frederico Silva aus Portugal die Oberhand.

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Der Australier trifft nun auf Ugo Humbert (Frankreich).
Nächster Gegner von Wawrinka ist der Ungar Márton Fucsovics, der in einem Fünfsatz-Duell Marc Polmans (Australien) besiegte.

Shapovalov ringt Sinner in Nachtschicht nieder

In der Night Session rang der kanadische Jungstar Denis Shapovalov (21) in einer mitreißenden Erstrundenpartie bei den Australian Open das italienische Riesentalent Jannik Sinner 3:6, 6:3, 6:2, 4:6, 6:4 nieder.
Um 0:49 Uhr in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) verwandelte der Weltranglistenzwölfte seinen zweiten Matchball - 3:55 Stunden lang hatten sich die Kontrahenten ein hochklassiges Duell mit zahlreichen Wendungen geliefert.
Für das späteste Matchende bei den Australian Open fehlte aber noch einiges. 2008 hatte Lokalmatador Lleyton Hewitt in der dritten Runde den Fünfsatz-Sieg gegen den Zyprer Marcos Baghdatis erst um 4:33 Uhr morgens perfekt gemacht. Es ist bis heute Rekord bei allen vier Grand-Slam-Turnieren.
Das Match zwischen Shapovalov und Sinner hatte aber noch mehr Kuriositäten zu bieten. So reagierte der Kanadier sehr verärgert, weil ihm der deutsche Stuhlschiedsrichter Nico Helwerth vor dem fünften Satz eine Toilettenpause verweigerte - Shapovalov hatte beide erlaubten Optionen bereits aufgebraucht. "Dann werde ich mir einfach in die Hose machen", schimpfte Shapovalov, "oder in eine Flasche pinkeln". Drei Spiele später durfte er dann doch austreten.
Für den aufstrebenden Sinner endete indes eine Siegesserie von zehn Matches. Der 19-jährige Südtiroler hatte in der Vorwoche bei einem Vorbereitungsturnier in Melbourne seinen zweiten Titel auf der ATP-Tour gewonnen, bereits am Ende der vergangenen Saison hatte er in Sofia triumphiert. Ein Doppelschlag als Teenager war zuletzt Rafael Nadal 2005 gelungen.
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