Australian Open 2022: Matteo Berrettini ringt Gael Monfils nieder und folgt Rafael Nadal ins Halbfinale

Matteo Berrettini hat als zweiter Spieler des Herrenfeldes das Halbfinale der Australian Open erreicht. Der Italiener setzte sich im Viertelfinale gegen Gaël Monfils in fünf hart umkämpften Sätzen 6:4, 6:4, 3:6, 3:6, 6:2 durch. Der Franzose hatte sich nach 0:2-Satzrückstand noch einmal zurückgekämpft, im Entscheidungssatz blieb Berrettini jedoch cool. Jetzt wartet Rafael Nadal.

Matteo Berrettini

Fotocredit: Getty Images

Berrettini, der erst nach 00:30 Uhr Ortszeit in Melbourne seinen dritten Matchball verwandelte, steht als erster Italiener überhaupt im Halbfinale der Australian Open. Insgesamt steht er zum dritten Mal in der Runde der letzten Vier bei einem Major.
"Ich bin sehr stolz auf mich, was für ein Fight. Im dritten Satz dachte ich, ich hätte ihn schon, dann waren wir plötzlich im fünften. Ich habe alles auf dem Court gelassen", sagte ein erschöpfter Sieger im Anschluss im Oncourt-Interview.
Berrettini hatte das Match in den ersten beiden Sätzen dominiert und seinen Aufschlag bis dato tadellos gehalten, öffnete dem Weltranglisten-20. im dritten Satz aber die Tür zurück ins Match.
Berrettini gab zu, während der Partie bereits vom Halbfinale geträumt zu haben: "Natürlich denkt man daran. Ich hatte auch einige Breakbälle, die ich nicht verwandeln konnte, aber so ist Tennis", sagte der 25-Jährige.
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Viertelfinale: Berrettini trotzt Monfils' Comeback - Highlights

Quelle: Eurosport

Australian Open: Berrettini bleibt nervenstark

Monfils sicherte sich auch Satz vier, zog das Publikum immer mehr auf seine Seite. Doch als zu Beginn des fünften Satzes vieles für den Sieg des 35-Jährigen sprach, drehte Berrettini wieder auf. Dem Weltranglistensiebten gelangen zwei Breaks und insgesamt vier Spielgewinne in Folge. Ein Nackenschlag, von dem sich Monfils nicht mehr erholen sollte.
Auch von einigen pöbelnden Fans, die im Entscheidungsdurchgang für eine Unterbrechung sorgten und der Rod Laver Arena verwiesen wurden, ließ sich der Italiener nicht mehr aus der Ruhe bringen. Nach 3:52 Stunden verwandelte Berrettini seinen dritten Matchball.
"Er hat sich diese Aura aufgebaut, dass man ihn nie abschreiben darf, auch nicht im fünften Satz", sagte Eurosport-Experte Boris Becker: "Deshalb war er auch der mental Stärkere und hat verdient in fünf Sätzen gewonnen."
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Störungen bei Berrettini-Krimi: Schiedsrichter macht Fans klare Ansage

Quelle: Eurosport

Becker: "Werbung für den Tennissport"

Allerdings lobte der zweimalige Australian-Open-Sieger auch den Kampfgeist des unterlegenen Monfils: "Das war Werbung für den Tennissport, zwei echte Gladiatoren haben hier ihr Herz auf dem Platz gelassen."
Wimbledon-Finalist Berrettini war der einzige Spieler, der bei den vier verschiedenen Grand-Slam-Turnieren zuletzt mindestens das Viertelfinale erreicht hat.
Kurios dabei: Bei den French Open, in Wimbledon und bei den US Open war der 25 Jahre alte Römer jeweils an Djokovic gescheitert, nachdem er bei den Australian Open vergangenes Jahr im Achtelfinale gegen Stefanos Tsitsipas verletzt nicht antreten konnte.
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Einige Fans buhen Berrettini aus - der reagiert schlagfertig

Quelle: Eurosport

Italienische Festspiele in Melbourne: Auch Sinner träumt vom Halbfinale

Im Halbfinale trifft er nun auf den 20-maligen Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal, der Denis Shapovalov ebenfalls in fünf Sätzen bezwingen konnte.
Am Mittwoch hat mit Jannik Sinner ein zweiter Italiener die Chance auf den Einzug in die Runde der letzten Vier. Der 20-Jährige trifft auf den Weltranglistenvierten Stefanos Tsitsipas.
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Herren - Viertelfinale:

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'It's unfair how much Rafa is getting away with' - Shapovalov on time-wasting anger

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