Kyrgios holte im ersten Satz ein 2:4 auf und zwang Medvedev in den Tiebreak, dort war der Russe jedoch zu stark (7:1).
Im zweiten Durchgang gelang der Nummer zwei der Welt zum 5:4 das entscheidende Break zum Satzgewinn.
Kyrgios versuchte alles, streute auch immer wieder einen Aufschlag von unten ein.
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Wimbledon im Schatten des Krieges: Die Diskussion hält an
VOR EINER STUNDE
Nach spektakulären Punktgewinnen animierte der Australier auch immer wieder das begeisterungsfähige Publikum in der Rod Laver Arena.

2. Runde: Medvedev zeigt Kyrgios die Grenzen auf - Highlights

Außerdem legte sich der 26-Jährige mehrfach mit Schiedrichter Carlos Bernardes an, dessen Umgang mit der Shotclock ihm ein Dorn im Auge war.

Kyrgios dreht im dritten Satz auf

Wer nach 2:0-Satzführung von einer klaren Sache für den US-Open-Sieger ausging, wurde jedoch eines Besseren belehrt.
Kyrgios drehte in Satz drei auf, breakte den Russen zum 4:3 und holte sich schließlich den Durchgang 6:4.

Mitten im Match: Kyrgios tanzt und macht Selfie mit Fan

Im vierten Satz war dann aber auch ein Fitnessunterschied zwischen den beiden wohl aktuell streitbarsten Figuren des Tennis-Zirkus erkennbar. Außerdem half Medvedev immer wieder sein starker Aufschlag (31 Asse). Nach 2:58 Stunden verwandelte der Weltranglistenzweite, der insgesamt 68 Winner schlug, seinen ersten Matchball.

Die Entscheidung im Kracher - Medvedev nutzt ersten Matchball

Medvedev stichelt gegen das Publikum

Medvedev wirkte während des Matches extrem cool und konzentriert, ließ sich vom Zirkus um Kyrgios und auch von vielen Zwischenrufen nicht beirren. Erst im Oncourt-Siegerinterview mit Ex-Tennis-Star Jim Courier ließ Medvedev durchblicken, wie nervig er die Atmosphäre zeitweise fand.
"Dir bleibt nichts anderes übrig, wenn zu zwischen erstem und zweiten Aufschlag ausgebuht wirst", meinte Medvedev, auf seine stoische Art angesprochen - was weitere Tumulte nach sich zog. "Zeigt wenigstens ein bisschen Respekt für Jim Courier, ich kann ihn nicht mehr verstehen", konterte der Russe.
"Es ist einfach ein bisschen enttäuschend", ergänzte Medvedev später bei Eurosport: "Es sind sicher nicht alle so, aber die, die das machen, haben wahrscheinlich einen niedrigen IQ."

Punktgewinne nach Underarm-Serve und Tweener - Kyrgios reißt die Hütte ab

Dennoch habe er dazu gelernt, meinte der Russe: "Vor fünf Jahren hätte ich wahrscheinlich noch zwei Schläger zerbrochen und meine Box angeschrien. Aber so kann man keine Grand Slams gewinnen. Deswegen arbeitet ich sehr hart an mir selbst."

"Niedriger IQ!" Medvedev beleidigt zwischenrufende Zuschauer

Boris Becker sorgt sich um Nick Kyrgios

"Daniil hat seinen Job gut gemacht, er hätte das Match auch in drei Sätzen gewinnen können", meinte Eurosport-Experte Boris Becker, "aber Nick hat sich noch einmal gesteigert, mit dem Höhepunkt zum Ende des dritten Satzes. Dennoch: Der Sieg für Daniil geht in Ordnung."

Kyrgios regt sich über Schiedsrichter auf - laut Becker zu Unrecht

Generell mache Becker sich trotz des guten Auftritts "ein wenig Sorgen um Nick. er steht in der Weltrangliste auf Platz 115 - das heißt, zu den großen Turnieren im Frühjahr kommt er nicht rein, sondern braucht eine Wildcard. Da wartet eine Menge Arbeit auf ihn."
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Kyrgios hatte zuletzt nur wenige Turniere auf der ATP-Tour gespielt (nur neun Spiele seit den Australian Open 2021).

Jetzt dreht er völlig ab! Kyrgios läuft Ehrenrunde in der Arena

Medvedev peilt Weltranglistenspitze an

Medvedev ist durch das unfreiwillige Fehlen des letztjährigen Titelträgers Novak Djokovic der höchstgesetzte Profi in Melbourne. Gemeinsam mit Alexander Zverev und dem 20-maligen Grand-Slam-Sieger Rafael Nadal zählt er zu den Titelanwärtern.
Wie Zverev könnte Medvedev mit dem Turniersieg in Melbourne die Nummer eins der Weltrangliste von Djokovic übernehmen.
Im vergangenen September hatte sich Medvedev mit einem Finalsieg über Djokovic in New York den ersten Majortitel seine Karriere gesichert.
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(mit SID)

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