Australian Open 2023 - Boris Becker exklusiv zur Vorbereitung von Novak Djokovic: "Dieses Risiko hat sich ausgezahlt"

Novak Djokovic peilt bei den Australian Open den Titel an - und es soll ein Doppelschlag werden. Der Serbe will den sogenannten "Happy Slam" zum zehnten Mal gewinnen und gleichzeitig mit dem 22. Grand-Slam-Erfolg zu Rekordhalter Rafael Nadal aufschließen. In der Vorbereitung habe Djokovic daher "den härteren Weg gewählt", erklärt Boris Becker im Gespräch mit Eurosport.de. Das habe sich gelohnt.

Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

"Viele Profis haben im Vorfeld den United Cup gespielt. Das mag ein offizielles Turnier gewesen sein, hatte in meinen Augen aber den Charakter eines Showkampfs. Wenn du verlierst, bist du dennoch weiter dabei und hast Matches", sagt Boris Becker.
Sein ehemaliger Schützling Novak Djokovic, den er von 2013 bis 2016 trainierte, habe sich dagegen für ein klassisches Turnier entschieden und im Vorfeld der Australian Open das ATP-Event in Adelaide gespielt - und gewonnen.
"Novak hat den härteren Weg gewählt, was für seine Einstellung und den Grund spricht, weshalb er in Australien ist: um das Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Dieses Risiko hat sich ausgezahlt und er ist nun besser vorbereitet als viele andere Spieler", glaubt Deutschlands Tennis-Legende.
Tatsächlich tankte Djokovic in Adelaide mit Siegen gegen Denis Shapovlaov (Viertelfinale), Daniil Medvedev (Halbfinale) und Shootingstar Sebastian Korda (Endspiel) eine satte Portion Selbstvertrauen.

Einreise-Posse ein Problem? Becker widerspricht

Die schlechten Erinnerungen aus dem Vorjahr, als der Superstar nach erfolgter Einreise aufgrund seines Verzichts auf eine Impfung gegen das Coronavirus kurz vor Turnierbeginn des Landes verwiesen wurde, sind Djokovic nach Ansicht von Becker ein zusätzlicher Ansporn.
"Novak hat im vergangenen Jahr eine sehr unglückliche Zeit in Australien gehabt und wurde letztlich des Landes verwiesen. Wenn sich da einer reindenken kann, dann bin ich das, weshalb ich ihn verteidigt habe. Es freut mich, dass diese Episode nicht mehr das Hauptthema ist und es wieder um Sport geht", so der sechsmalige Major-Champion. Er erwarte den 35-Jährigen "heißer und aggressiver".
Die Rod Laver Arena sei nun einmal Djokovics "Wohnzimmer, dort fühlt er sich am wohlsten und hat neunmal den Titel geholt". Dennoch stehe dem Ausnahmespieler ein schwerer Gang bevor. Djokovic sei "Favorit, auch Topfavorit, aber nicht so klar wie in der Vergangenheit".
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Quelle: Eurosport

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