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Australian Open 2023: Novak Djokovic schaltet sich in Nachtschlacht-Debatte ein - Serbe pflichtet Andy Murray bei
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Publiziert 22/01/2023 um 10:12 GMT+1 Uhr
Novak Djokovic hat sich in die Debatte um die umstrittenen Night Sessions bei den Australian Open 2023 eingeschaltet. Dabei unterstrich der Serbe, welche Auswirkungen eine derartige Nachtschlacht, wie sie Andy Murray vor wenigen Tagen geschlagen hat, auf den Athleten selbst haben kann. "Schlafzyklus und Rhythmus sind völlig gestört", erklärte Djokovic nach seinem Sieg gegen Grigor Dimitrov.
Novak Djokovic stimmt Andy Murray zu
Fotocredit: Getty Images
"Man hat nicht genügend Zeit, um sich für weitere fünf Sätze zu erholen", führte Djokovic weiter aus. "Ich denke, nach dem, was wir in diesem Jahr erlebt haben, muss etwas am Spielplan geändert werden."
Damit schlägt der 21-malige Grand-Slam-Champion in dieselbe Kerbe wie Andy Murray. Der 35-Jährige schlug in der 2. Runde gegen Lokalmatador Thanasi Kokkinakis eine epische 5:45-Stunden-Schlacht, seinen Matchball verwandelte er erst um 4:06 Uhr morgens - ein Umstand, der für großen Wirbel sorgte.
"Ich weiß nicht, wem es etwas bringt", erklärte Murray im Anschluss an die Partie. Er fügte mit Blick auf die Uhr an: "Nach so einem Match kommen wir hierher, und das ist die Diskussion."
"Ich nenne es Wettbewerbsverzerrung", brachte Eurosport-Experte Boris Becker seine Meinung deutlich zum Ausdruck. "Der Arme steht bis 4:06 Uhr auf dem Platz, geht in die Umkleide, dann gibt es ein Cool Down, dann noch die Pressekonferenz. Vor 6:00 Uhr oder 6:30 Uhr kommt er nicht ins Hotel. Da kommt doch der ganze Biorhythmus durcheinander."
Djokovic: Show auf Kosten der Spieler
Djokovic brachte indes einen Vorschlag für eine mögliche Änderung des Spielplans ein. "Es gibt Tage, an denen die Day Sessions länger dauern. Statistisch gesehen gibt es aber wahrscheinlich mehr Tage, an denen sie maximal um 18 Uhr enden - dann könnte man die Night Session mindestens eine Stunde früher starten", so der 35-Jährige.
Dabei denkt Djokovic vor allem an die Athleten selbst. "Für die Zuschauer ist es unterhaltsam", fügte er an. "Es ist aufgregend, Spiele spät nachts zu haben. Für uns ist es aber wirklich zermürbend."
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Quelle: Eurosport
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