Australian Open 2023: Alexander Zverev scheitert bei Grand-Slam-Comeback in Runde zwei

Alexander Zverev ist bei seinem Grand-Slam-Comeback in der 2. Runde der Australian Open an Lucky Loser Michael Mmoh gescheitert. Der Olympiasieger, der sich bei den French Open im vergangenen Jahr eine schwere Knöchelvereltzung zuzog, unterlag dem US-Amerikaner 7:6 (7:1), 4:6, 3:6, 2:6. "Das Leben ist verrückt. Das ist der größte Erfolg meiner Karriere, ganz klar", erklärte Mmoh nach seinem Coup.

2. Runde: Zverev scheitert trotz Satzführung an Mmoh - Highlights

Quelle: Eurosport

Normalerweise wäre ein Zweitrunden-Aus für Alexander Zverev eine herbe Enttäuschung.
Allerdings waren diese Australian Open nicht normal für den Hamburger, der sich im vergangenen Juni drei Bänderrisse im rechten Sprunggelenk zuzog und erst zu Beginn des Jahres 2023 wieder offiziell zurückkehrte.
Entsprechend lobte Boris Becker bei Eurosport den Auftritt von Zverev. "Ich bin beeindruckt von seiner kämpferischen Leistung. Er ist noch nicht Match-fit, aber wo soll das auch herkommen? Aber Sascha hat sein Herz auf dem Platz gelassen. Jetzt liegt viel Arbeit vor ihm, aber es war ein guter Anfang", so der zweimalige Melbourne-Champion.
"Ich hatte keine Erwartungen oder Ziele. Es war ein guter Test für mich", sagte Zverev: "Jetzt weiß ich, wo ich körperlich stehe. Es ist noch ein weiter Weg zurück dahin, wo ich war."
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Zverev analysiert Niederlage: "Es war nicht genug von mir, aber ..."

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Der Favorit erspielte sich die ersten Vorteile, schaffte früh ein Break zum 2:1. Allerdings ließ sich Außenseiter Michael Mmoh keineswegs entmutigen und durchbrach das Service des Olympiasiegers, als der bei 5:4 zum Satzgewinn aufschlug.

Zverev spielt brillanten Tiebreak

"Sascha muss aggressiv und aktiv bleiben. Er muss etwas riskieren, mutig und entschlossen sein, das Heft in die Hand nehmen - denn Mmoh bringt sehr viele Bälle zurück und bewegt sich gut", zog Ex-Profi Barbara Rittner bei Eurosport Zwischenbilanz.
Genau so trat Zverev im Tiebreak auf. Der 25-Jährige dominierte nun und ließ Mmoh mit 7:1 nicht den Hauch einer Chance.
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Becker lobt Zverev trotz frühem Aus: "Herz auf dem Platz gelassen"

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Allerdings setzte Zverev den Beginn des zweiten Satzes in den Sand, beziehungsweise den Hartplatz der Margaret Court Arena. Der Weltranglisten-13. musste gleich das erste Aufschlagspiel abgeben und geriet mit 0:2 in Rückstand.

Mmoh dreht Match gegen Zverev

Zverev haderte, griff sich zudem immer wieder an den Oberschenkel. Dennoch schaffte der Hamburger den Ausgleich (2:2), kassierte aber umgehend ein weiteres Break und musste den Satz letztlich abgeben.
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Vogel erleichtert sich auf Zverevs Kopf - der nimmt's mit Humor

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Mmoh hatte das berühmte Momentum nun auf seiner Seite. Im dritten Durchgang hatte der US-Amerikaner mehrfach Glück mit Netzrollern, verdiente sich aber auch mit seinem mutigen Spiel das Break zum 4:3 und wenig später die Satzführung.

Rittner: "Zverev hat alles gegeben, kein Vorwurf"

Zverev war die fehlende Matchpraxis auf höchstem Niveau deutlich anzumerken. Der 25-Jährige kam nach 0:2 im vierten Satz zwar mit zwei Spielgewinnen noch einmal heran (2:2), musste sich dem Weltranglisten-107. nach 3:26 Stunden aber geschlagen geben.
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Fantastische Rallye mit 40 Schlägen - Mmoh punktet gegen Zverev

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"Sascha hat alles gegeben, da kann er sich keinen Vorwurf machen. Dazu hat er in einigen wichtigen Situationen Pech gehabt", befand Rittner.
Für Mmoh geht die Reise indes weiter, in Runde drei trifft der 25-Jährige auf Landsmann J.J. Wolf, der den Argentinier Diego Schwartzman 6:1, 6:4, 6:4 schlug.
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