Australian Open: Alexander Zverev mit gelungenem Auftakt - aber ein kleiner Schönheitsfehler wurmt den Titelkandidaten
Der Arm hält, der Auftakt ist gelungen: Alexander Zverev hat die erste Hürde auf seiner Titelmission bei den Australian Open souverän gemeistert. Mit einem konzentrierten 6:4, 6:4, 6:4-Erfolg gegen Lucas Pouille räumte der Hamburger alle Zweifel an der Fitness seines Schlagarms aus, der im Vorfeld Probleme bereitet hatte. Ein kleiner Schönheitsfehler trübte seine Zufriedenheit dennoch.
Becker-Analyse: So zog Zverev Pouille den Zahn
Quelle: Eurosport
Passend zum Start des "Happy Slams" präsentierte sich Alexander Zverev in bester Laune.
Im On-Court-Interview zog er zunächst seinen Bruder Mischa wegen dessen vergleichsweise magerer Titelausbeute (ein Titel; Anm. d. Red.) auf, bevor er mit einem Augenzwinkern die gesamte Familie aufs Korn nahm.
"Ich hasse es", sagte er mit ironischem Lächeln auf die Frage, wie es sei, dass sein Vater und sein Bruder nun so nah am Seitenrand dabei seien. "Ich will sie nicht so oft sehen in meinem Leben. Aber leider habe ich sie als meine Coaches gewählt", fügte Zverev hinzu und erntete damit die Lacher des Publikums.
Von den Restzweifeln an seiner Bizepsverletzung, die ihm im Vorfeld der Australian Open zu schaffen gemacht hatte, war nach seinem souveränen Auftaktsieg gegen Lucas Pouille (6:4, 6:4, 6:4) nichts zu spüren.
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Zverev witzelt über seinen Vater und Bruder Mischa: "Ich hasse es"
Quelle: Eurosport
Zverev gibt Update zu Armverletzung
"Der Arm hat sich gut angefühlt, es war ein solides Match", erklärte Zverev im Eurosport-Interview.
Eine wichtige Erkenntnis für den Hamburger, der in Melbourne seinen Traum vom ersten Grand-Slam-Titel erfüllen will.
Auch Tennis-Legende Boris Becker zeigte sich erleichtert: "Sein Aufschlag war hervorragend, die Quote beim zweiten Aufschlag war auch gut - genau wie seine Winner", lobte der 57-Jährige bei Eurosport. Doch ein Punkt gefiel Becker weniger: "Die Breakbälle."
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1. Runde: Zverev gibt sich zum Auftakt keine Blöße - Highlights
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Zverev und das Problem mit den Breakbällen
Damit traf der dreimalige Grand-Slam-Sieger einen wunden Punkt. "Wie viele Breakchancen hatte ich - 38?", fragte Zverev sarkastisch im Gespräch mit Becker und Eurosport-Moderator Matthias Stach.
Tatsächlich waren es "nur" 18, von denen er jedoch lediglich drei verwertete.
"Das ist eine Statistik, die Zverev nicht sehen will. Darüber wird er sich mit Sicherheit aufregen", mutmaßte Becker bereits während der Erstrundenpartie.
Der Weltranglistenzweite analysierte die Schwäche selbstkritisch: "Das war jetzt nicht toll. Ich glaube, das hat aber auch ein Stück weit mit der Matchpraxis zu tun. Ich muss meinen Rhythmus erst noch finden."
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Neue Coaching-Regel? Zverev ehrlich: "Sollte nicht erlaubt sein"
Quelle: Eurosport
Zverev: "Habe mich schnell wieder gefangen"
Der 27-Jährige hatte bereits vor dem Start in Melbourne verraten, dass er aufgrund seiner Bizepsverletzung im rechten Arm nicht sonderlich viel Tennis gespielt habe.
Dennoch zeigte sich Zverev zufrieden: "Ich habe manchmal die Konzentration ein bisschen verloren, aber mich dann wieder gefunden. Darüber bin ich glücklich."
Auch seinem Gegner zollte er Respekt. "Klar hatte ich ein paar Chancen bei seinem zweiten Aufschlag, aber zur Wahrheit gehört auch, dass er bei den Breakbällen teilweise sehr gut aufgeschlagen hat. Daher bin ich gar nicht in die Rally gekommen", bilanzierte er.
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Griff in die Trickkiste: Zverev begeistert Fans in Melbourne
Quelle: Eurosport
Zverev setzt Vorsatz um
Einen weiteren Schlüssel zum Erfolg machte Becker in der aggressiven Spielweise des Vorjahreshalbfinalisten fest.
Zverev habe sich für 2025 vorgenommen, "proaktiver zu sein und näher an der Grundlinie zu stehen. Das hat Sascha mit seinem Bruder und Vater trainiert. Teilweise kann er das schon umsetzen", erklärte der 57-Jährige.
Besonders auffällig war seine Position bei Pouilles zweitem Aufschlag. "Der entscheidende Schlag war für mich heute sein Return", betonte Becker. Ein Blick auf die Zahlen belegt dies.
Zverev kann sich auf Aufschlag verlassen
Im Vergleich zum Vorjahr bei den Australian Open veränderte Zverev seine Returnposition erheblich und rückte gegen Pouille fast zwei Meter weiter an die Grundlinie heran.
Die Returns selbst zielten häufig auf die Rückhand des Franzosen. "Das war eine klare strategische Marschrichtung von seinem Vater, seinem Trainer", analysierte Becker.
Darüber hinaus demonstrierte Zverev am Sonntag einmal mehr, warum er der vermeintlich beste Aufschläger auf der Tour ist. Der 1,98-m-Schlaks servierte insgesamt 18 Asse und gewann 80 Prozent der Punkte bei erstem Aufschlag.
"Dann wird das Tennisspielen gar nicht mehr so schwierig, wenn der erste Aufschlag kommt", scherzte Becker.
Diese Erkenntnisse wird Zverev in die Zweitrundenpartie gegen den Spanier Pedro Martínez (live auf Eurosport und bei discovery+) mitnehmen - und vielleicht auch die Breakballquote verbessern.
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Krachendes Ass als Schlusspunkt: Zverev macht Auftaktsieg perfekt
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