Australian Open: Alexander Zverev kritisiert nach Auftaktsieg Coaching-Regel - "Tennis ist Individualsport"
VonJan Zesewitz
Update 13/01/2025 um 12:33 GMT+1 Uhr
Alexander Zverev hat nach seiner souveränen Auftaktvorstellung bei den Australian Open gegen den Franzosen Lucas Pouille (6:4, 6:4, 6:4) die Coaching-Regel im Tennis gegenüber Eurosport scharf kritisiert, kann der neuen Regelung aber mehr abgewinnen, als in der Vergangenheit. Seit diesem Jahr sitzen die Coaches noch näher am Spielfeld und können direkter auf die Spieler Einfluss nehmen.
Zverev witzelt über seinen Vater und Bruder Mischa: "Ich hasse es"
Quelle: Eurosport
"Ich bin jemand, der der Meinung ist, dass Tennis ein Einzelsport ist und Coaching gar nicht erlaubt sein sollte", sagte der 27-Jährige nach seinem klaren Auftaktsieg (6:4, 6:4, 6:4) im Interview mit Matthias Stach und Boris Becker bei Eurosport.
Trotzdem sei die jetzige Regelauslegung eine Verbesserung zu vorherigen Jahren: "Wenn sie es erlauben, dann sollen sie es voll und ganz erlauben. Das Hin und Her der letzten Jahre ist meiner Meinung nach Schwachsinn", sagte Zverev bei Matchball Becker. "Entweder ganz oder gar nicht - jetzt haben sie es voll und ganz erlaubt und wenn sie mit der Entscheidung zufrieden sind, dann ist das auch okay."
Im Siegerinterview auf dem Court sorgte Zverev noch für einige Lacher. Angesprochen auf die neue Nähe seiner Coaches meinte der Deutsche mit einem Schmunzeln: "Ich hasse es." Und weiter: "Ich will sie nicht so viel sehen in meinem Leben. Aber ich habe sie leider als meine Coaches gewählt. Aber eigentlich hatte ich ja auch keine Wahl."
Experte Boris Becker stimmte dem Weltranglisten-Zweiten im Anschluss zu: "Wenn man es erlaubt, dann ganz - am Anfang hieß es, es dürfen nur ein paar Worte sein, aber ganze Sätze sind nicht erlaubt - wo kommen wir denn da hin?", fragte die Tennis-Legende. "Ich bin ein Fan vom Coaching, weil ich glaube, dass es nach wie vor unterschätzt wird."
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1. Runde: Zverev gibt sich zum Auftakt keine Blöße - Highlights
Quelle: Eurosport
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