Australian Open: Alexander Zverev nach Drittrundensieg auf Kurs - diese Gefahren lauern in Woche zwei des Turniers
VonJan Zesewitz
Update 17/01/2025 um 14:33 GMT+1 Uhr
Alexander Zverev steht nach seinem dritten souveränen Auftritt im Achtelfinale der Australian Open in Melbourne. Und auch wenn er sich gegen Jacob Fearnley insgesamt etwas schwerer getan hat als in den beiden Auftaktpartien - die ganz großen Herausforderungen warten noch auf die deutsche Nummer eins. Angesichts der aktuellen Form und des Turnierbaums steht Zverev im Favoritencheck aber gut da.
Becker exklusiv: Darum bekommt Zverev so viele freie Punkte
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Die Margaret Court Arena war nach der Day Session für einige Stunden verwaist.
Alexander Zverev hatte den Briten Fearnley nach 2:02 h in drei Sätzen (6:3, 6:4, 6:4) besiegt, Coco Gauff traf in der Night Session erst um 19:00 Uhr Ortszeit auf die Kanadierin Leylah Fernandez.
Auf dem Platz war trotzdem etwas los: Zverev schlug Vorhand um Vorhand an die Linien des Courts, auf dem er wenige Stunden zuvor sein Drittrundenmatch absolviert hatte.
Bruder Mischa spielte ihm die Bälle zu, die Einheit fand natürlich unter dem strengen Blick von Vater Alexander senior statt.
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3. Runde: Zverev zieht Fearnley den Zahn - Highlights
Quelle: Eurosport
Das Training nach dem Spiel hat sich für Alexander Zverev längst als Ritual etabliert.
Becker: "Aus sportlicher Sicht sinnvoll"
Beim Masters-Turnier in Paris-Bercy erwies sich diese Herangehensweise als gewinnbringende Formel: Er gewann das Turnier mit einer dominanten Vorstellung und zeigte sein "neues" offensives Repertoire, mit dem er auch bei den Grand-Slam-Turnieren endlich den ganz großen Wurf landen möchte.
"Die Matches waren bisher nicht so lange, ungefähr zwei Stunden", sagte Eurosport-Experte Boris Becker. "Als Vielspieler braucht er die Matches und die Spielpraxis. Er hat zwischen den Matches immer einen Tag frei und heute war er recht früh fertig. Insofern ist das Training auch aus sportlicher Sicht sinnvoll."
Es drohen Stolpersteine - aber noch kein Schwergewicht
Im Finale des Turniers in Paris ließ Zverev Ugo Humbert keine Chance. Der Franzose ist im Achtelfinale von Melbourne der nächste Gegner des Deutschen, nachdem er im Duell mit Arthur Fils von dessen Aufgabe im vierten Satz profitierte.
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Zverev exklusiv: "War schwieriger, aggressiv zu spielen"
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Vielleicht ist dies das bessere Los für die deutsche Nummer eins. Humbert ist der aktuell bestplatzierte Linkshänder der Weltrangliste. Gegen "Leftys" aber hat Zverev seit fast zwei Jahren nicht mehr verloren, seine Siegesserie liegt inzwischen bei 27 Spielen.
In die Partie gegen den Franzosen, gegen den er die vergangenen drei Matches gewonnen hat, wird Zverev als Favorit gehen, was auch in einem potenziellen Viertelfinale gegen Tommy Paul oder Alejandro Davidovich Fokina gelten würde. Gegen den US-Amerikaner hat der Hamburger allerdings eine 0:2-Bilanz im direkten Vergleich, wobei das bis dato letzte Aufeinandertreffen schon fast drei Jahre zurückliegt.
Auch wenn sich Paul in den vergangenen Jahren extrem verbessert hat und im Live-Ranking erstmals unter den Top Ten der Welt steht, ist der "US-Angstgegner" von Zverev eigentlich ein anderer: Taylor Fritz.
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Mischa Zverev analysiert Fearnley-Match: "Besser so ..."
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Gegen den Weltranglistenvierten verlor der 27-Jährige die letzten vier Vergleiche - alle in der Saison 2024. Fritz bedeutete für Zverev Endstation in Wimbledon und bei den US Open, zudem im Laver Cup und bei den ATP Finals. Die gute Nachricht für Zverev: Fritz könnte erst im Finale warten.
Zverev zählt zu den profis mit der wenigsten Spielzeit
"Die bisherige Leistung macht Mut", sagte Eurosport-Experte Philipp Kohlschreiber. "Früher hat er sich öfter schwergetan gegen etwas unbekanntere Spieler und bisher marschiert er durch."
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Kohlschreiber und Becker machen Zverev-Check: "Abgezockter"
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Dies bestätigt auch ein Blick auf die Spielzeit: Gemeinsam mit Carlos Alcaraz - übrigens ein potenzieller Halbfinalgegner - verbrachte er mit einer Gesamtspieldauer von rund sechs Stunden von allen feststehenden Achtelfinalisten die wenigste Zeit auf dem Spielfeld.
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"Zverev hat den großen Vorteil, dass er diesmal weniger Energie verbraucht als in der Vergangenheit", sagt Becker. "Er wird in der zweiten Woche frischer sein. Die Energie zu konservieren ist vielleicht die Voraussetzung auf dem Weg zum Grand-Slam-Titel. Mit seinem Fitness-Coach Jez Green hat er den Fokus in der Saisonpause vor allem auf die Kondition gelegt, weil Zverev der Meinung war, dass er am Ende eines langen Turniers etwas müder war als seine Gegner."
Es gibt für Zverev also keinen Grund, an seiner Match-Training-Abfolge etwas zu ändern. Und der große "Angstgegner" ist vorerst ja noch nicht in Sicht ...
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