Australian Open: Alexander Zverev nimmt Hürde im Viertelfinale gegen Tommy Paul, Halbfinale gegen Novak Djokovic wartet

Alexander Zverev hat im Viertelfinale der Australian Open in Melbourne einen Viersatzsieg eingefahren. Der Weltranglistenzweite schlug Tommy Paul 7:6 (7:1), 7:6 (7:0), 2:6, 6:1. Zverev musste in den ersten beiden Durchgängen jeweils einen Satzball abwehren, spielte dann aber überragende Tiebreaks. Nach 3:28 Uhr entschied er das Match und trifft nun auf Novak Djokovic, der Carlos Alcaraz besiegte.

Viertelfinale: Zverev dreht Rückstände gegen Paul - Highlights

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"Ich bin sehr erleichtert. Es war nicht das beste Match, das ich gespielt habe, aber ich habe trotzdem meinen Weg gefunden, gerade die ersten beiden Sätze irgendwie zu gewinnen. Im vierten Satz hatte ich meinen Rhythmus gefunden - der war dann sehr, sehr gut von mir", erklärte Alexander Zverev im Eurosport-Interview.
Insgesamt war es ein zähes Ringen in der Rod Laver Arena, aber: "Es gibt Gründe, warum er bereits zum neunten Mal in einem Grand-Slam-Halbfinale steht", betonte Eurosport-Experte Boris Becker.
Zverev habe den Vorteil, "schon häufiger in diesen Situationen" gewesen zu sein, "und dann geht es in den entscheidenden Phasen nicht um die Vorhand oder die Beinarbeit, sondern um das Nervenkostüm und Sascha war da einfach cooler als der Amerikaner".
Paul stellte Zverev von Beginn an vor eine schwere Aufgabe. Der US-Amerikaner war zunächst der aktivere Spieler, breakte den Weltranglistenzweiten zum 6:5 und hatte kurz darauf einen Satzball.
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Zverev aber blieb fokussiert, konterte und rettete sich in den Tiebreak. Den dominierte der 27-Jährige klar und setzte sich mit 7:1 durch.
Paul, in Melbourne an Position 12 gesetzt, ließ sich durch die verpasste Chance in keiner Weise aus dem Rhythmus bringen, im Gegenteil: Der 27-Jährige nutzte eine passive Phase von Zverev und zog schnell auf 3:0 davon.
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"Sascha überlässt Paul das Spiel, der nimmt das dankend an. Der US-Amerikaner macht das aber auch gut, streut immer mal wieder Serve and Volley ein", lobte der dreimalige Davis-Cup-Champion Patrik Kühnen bei Eurosport.

Zverev eiskalt in den Tiebreaks

Allerdings: Paul, Duplizität der Ereignisse, knickte erneut kurz vor dem Ziel ein und kassierte bei 5:3 ein Break. Wenige Minuten später ließ der US-Profi bei Aufschlag Zverev wieder einen Satzball ungenutzt.
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So kam es, wie es fast kommen musste: Der Tiebreak brachte die Entscheidung zugunsten des Olympiasiegers von 2021, der dieses Mal sogar mit 7:0 die Oberhand behielt.
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Und Paul? Ging auch im dritten Satz früh per Break in Führung. Dieses Mal aber ließ er sich den Vorteil nicht mehr aus der Hand nehmen.
Im siebten Spiel durchbrach Paul erneut das Service des Favoriten, ehe er bei eigenem Aufschlag auf 6:2 stellte.
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Zverev fing sich indes schnell. Der Deutsche knöpfte seinem Gegner das erste Aufschlagspiel im vierten Satz ab, zog auf 3:0 davon und erhöhte auf 5:0.
Bei eigenem Aufschlag nutzte Zverev schließlich seinen dritten Matchball in der Rod Laver Arena.

Kühnen lobt Zverev: "Cool geblieben"

"Zverev war standhaft, hat sich durchgekämpft und ist in den entscheidenden Situationen cool geblieben. Deshalb hat er die Partie verdient gewonnen", analysierte Eurosport-Experte Kühnen.
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Es brauche "eben in kritischen Situationen den Glauben an den Sieg. Zverev hat die Big Points gemacht und gewonnen. Auch wenn er nicht sein absolut bestes Tennis gespielt hat, war es eine starke Leistung, die ihm Kraft geben wird", führte der 58-Jährige aus.
Es sei "ganz anders zu spielen gewesen, ganz andere Bedingungen. Am Ende hat man doch die Hitze sehr gespürt. Es waren heute 34 Grad - und in der Sonne auf dem Hartplatz wahrscheinlich noch mehr, deswegen war es von den Bedingungen schon nicht einfach", so Zverev. Er sei "aber natürlich froh, dass ich gewonnen habe und im Halbfinale stehe".
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Überragend ausgespielt: Zverev glänzt im Tiebreak

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