Australian Open: Carlos Alcaraz muss laut Jim Courier "an seinen schlechten Tagen arbeiten" - Kritik nach Niederlage

Carlos Alcaraz kam im Australian-Open-Viertelfinale gegen Novak Djokovic nicht an sein Top-Niveau heran, Eurosport-Experte Jim Courier äußerte nun konkrete Kritik an dem jungen Spanier. "Er hat die Fähigkeit, uns mit dem Unerwarteten zu beeindrucken, aber ein wenig mehr Struktur gegen jeden Gegner würde ihn zu einem konstanteren Spieler machen", erklärte der viermalige Grand-Slam-Sieger.

Viertelfinale: Djokovic dreht Match gegen Alcaraz - Highlights

Quelle: Eurosport

Im Gespräch mit Eurosport führte der US-Amerikaner weiter aus: "Ich würde sagen, sein bester Tag ist wahrscheinlich der beste Tag, den es derzeit im Herrentennis gibt. Aber an seinen schlechten Tagen liegt er unter dem Niveau von Novak und Sinner, und genau das muss er anheben."
Courier erläuterte mit Blick auf Alcaraz' Niederlage nach vier Sätzen gegen Djokovic: "Solche Matches sind Ausnahmen. Man kann nicht normales Tennis spielen und Novak schlagen. Er hat noch nicht so viel Erfahrung wie Novak, aber Novak hatte das in seinem Alter auch nicht."
Der 21-Jährige verlor Mitte des zweiten Satzes gegen Djokovic den Zugriff auf die Begegnung und gab nach erfolgreichem Matchbeginn drei Sätze in Serie ab.
"Solche harten Lektionen zeigen einem, wie man diese Situationen bewältigt. Wir haben gesehen, wie er gelernt hat, mit körperlicher Belastung umzugehen. Aber gegen einen verletzten Spieler, der sich taktisch außerhalb seiner Komfortzone bewegt – wie passt man sich daran an?", so Courier.

Courier: "Macht ihn hoffentlich zu besserem Spieler"

Laut Courier seien dies "Lektionen, die er mitnehmen wird und die ihn hoffentlich zu einem besseren Spieler machen".
Alcaraz selbst erkannte nach dem Ausscheiden an, das Spiel hergegeben zu haben. Der vierfache Grand-Slam-Champion sagte: "Ich hatte das Gefühl, dass ich das Match in der Hand hatte, und ich habe ihm erlaubt, wieder ins Spiel zu kommen. Das war heute mein größter Fehler."
Dabei kam Alcaraz auch auf die körperlichen Probleme von Djokovic zu sprechen, die den 37-Jährigen phasenweise im Spiel begleiteten: "Wenn man sieht, dass jemand körperlich ein bisschen zu kämpfen hat, spielt man selbst nicht mehr auf demselben Level. Es scheint dann einfacher zu sein. Aber gleichzeitig denkt man im Kopf: 'Okay, ich darf jetzt keine Fehler machen.' Wahrscheinlich schlägt man den Ball nicht mehr auf die gleiche Weise wie zuvor. Ich denke, das war es."
Djokovic trifft nach seinem Erfolg über Alcaraz im Halbfinale auf Alexander Zverev. Mit zehn Titeln bei jenem Turnier ist Djokovic Rekordhalter. Alcaraz gewann die Australian Open bis dato noch nicht.
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Aufregung: Zweimal Double Bounce, zweimal Fehlentscheidung?

Quelle: Eurosport


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