Australian Open 2025: Novak Djokovic verweigert On-Court-Interview mit Jim Courier und erhebt Vorwürfe gegen Channel 9
Novak Djokovic hat dem Achtelfinale bei den Australian Open einen bizarren Abgang folgen lassen. Das On-Court-Interview verweigerte er - oder besser: Djokovic verkürzte die Prozedur auf neun Sekunden, ließ keine Frage zu. Der Grund: Ein Journalist des offiziellen Fernsehsenders "Channel 9" habe sich "über die serbischen Fans lustig und beleidigende Kommentare über mich gemacht", so Djokovic.
Djokovic verweigert On-Court-Interview - und erntet Buhrufe
Quelle: Eurosport
Eigentlich war alles gut für Novak Djokovic. Die Achtelfinal-Aufgabe gegen den Tschechen Jiri Lehecka erledigte der Superstar in drei Sätzen und machte damit das Traum-Viertelfinale gegen Carlos Alcaraz perfekt.
Danach wurde es merkwürdig: Djokovic ging zu On-Court-Moderator Jim Courier, der für "Channel 9" arbeitet und teilte dem US-Amerikaner offenbar mit, das Interview abzublasen.
Courier, während seiner aktiven Zeit selbst viermal Grand-Slam-Turniersieger, überreichte Djokovic daraufhin das Mikrofon. Der 37-Jährige bedankte sich bei den Zuschauern für "das Kommen und die Unterstützung", man sehe sich in der nächsten Runde. Ganze neun Sekunden dauerte die Ansprache.
Boris Becker wunderte sich bei Eurosport zunächst über das Verhalten von Djokovic, den er von 2013 bis 2016 als Coach betreute. "Es ist ungewöhnlich, aber er wird das auf der Pressekonferenz sicher erklären", so der zweimalige Australian-Open-Sieger.
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Tennis - Australian Open - Day 8 - Clip - Djokovic press conf in english v2
Quelle: Eurosport
Djokovic sauer auf Channel 9
Genau so kam es. "Ich möchte gerne den Grund klären, warum das Interview nicht auf dem Spielfeld geführt wurde, wie es die übliche Praxis ist. Vor ein paar Tagen hat der berühmte Sportjournalist, der für den offiziellen Fernsehsender Channel 9 hier in Australien arbeitet, sich über die serbischen Fans lustig und beleidigende Bemerkungen in meine Richtung gemacht", erläuterte Djokovic auf der Pressekonferenz.
Gemeint hat Djokovic damit Tony Jones. Der 63-jährige Australier arbeitet als Journalist und Moderator für Channel 9 in Melbourne und hatte am Freitag vor laufender Kamera gesagt: "Willkommen zurück im Melbourne Park, wo sie die Fans von Novak Djokovic in voller Lautstärke sehen können. Novak, er wird überbewertet. Novak ist ein Auslaufmodell. Novak, schmeißt ihn raus! Junge, ich bin froh, dass die mich nicht hören können. Aber jetzt kommen wir zum Tennis."
Jones habe sich dafür "nicht öffentlich entschuldigt. Ebenso wenig Channel 9. Da es der offizielle Fernsehsender ist, habe ich beschlossen, Channel 9 keine Interviews zu geben", ließ Djokovic wissen.
Djokovic stellt klar: Keine Entschuldigung, kein Interview
Er habe "nichts gegen Jim Courier und auch nicht gegen die australische Öffentlichkeit. Es war eine sehr unangenehme Situation für mich, die ich heute auf dem Platz erleben musste." Er überlasse es nun "Channel 9, die Sache so zu handhaben, wie sie es für richtig halten", befand Djokovic.
"Ich hatte keine Ahnung, dass das passieren würde, aber es gibt keine Verpflichtung für die Spieler, das Interview zu machen", betonte Courier gegenüber Eurosport. "Es ist eine Gelegenheit für sie, mit den Menschen im Stadion und den Fans in aller Welt zu sprechen, aber man kann sich dagegen entscheiden." Genau das tat Djokovic.
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Allerdings hat der Rekordturniersieger von Melbourne genaue Vorstellungen davon, was jetzt geschehen muss. Auf die Frage, ob er seinen Interview-Bann so lange aufrechterhalte, bis er eine Entschuldigung bekomme, entgegnete Djokovic: "Ja, genau."
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Punkt im Spagat! Djokovic macht den Gummi-Mann
Quelle: Eurosport
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