Australian Open: Alexander Zverev experimentiert vor Duell gegen Alexandre Müller mit dem Schläger - eine Frage der Härte

Alexander Zverev hat sich vor der Zweitrundenpartie bei den Australian Open gegen Alexandre Müller die Besaitung seines Schlägers vorgenommen. "Er hat etwas experimentiert mit der Härte. Gestern und heute war es warm, die Plätze werden heiß, die Bälle fliegen mehr. Daher hat er es mal härter, mal weicher probiert", verrät Bruder Mischa Zverev im Eurosport-Interview. Es gibt allerdings ein Problem.

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Quelle: Eurosport

"Die Bälle und die Plätze, das ist immer ein elendes Thema. Die Bälle werden immer langsamer, die Plätze teils auch. Man muss sich anpassen, denn bei jedem Turnier sind die Bälle unterschiedlich. Sascha ist da sehr aufmerksam, fühlt jeden kleinen Unterschied", führt Mischa Zverev aus.
Mit einer Bespannung von "19 oder 20 Kilogramm" werde sein Bruder dann wohl aufschlagen. Für Zverevs Verhältnisse eher wenig, in früheren Jahren hatte der Hamburger auch schon 23 kg oder mehr auf dem Schläger. Ein extremes Beispiel war eine Zeit lang der Tscheche Jiri Lehecka, der es in der Saison 2022 mit 35 kg versuchte.
Die heißen Bedingungen in Melbourne im Zusammenspiel mit den langsamen Bällen stellen Zverev vor eine besondere Herausforderung.
"Es ist ein Problem, weil du mit einer weicheren Saite Kontrolle verlierst, da eine Art Trampolineffekt entsteht", erklärt Eurosport-Experte Boris Becker. An der Grundlinie benötige Zverev dagegen eher eine härtere Bespannung, um die nötige Kontrolle zu haben.
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Trotzdem sei es keine Option, die Besaitung darauf auszulegen, da "Sascha von seinem guten Aufschlag abhängig ist, der mit hoher Geschwindigkeit über das Netz kommt". Ein Faktor, der wiederum für die weichere Variante spricht.

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Was also ist zu tun? "Du kannst ja nicht beim Aufschlag und an der Grundlinie mit zwei verschiedenen Schlägern spielen, entsprechend muss er eine Zwischenlösung finden. Ich würde auf 19,5 kg tippen", sagt Becker.
Wie auch immer die Entscheidung ausfällt, Zverev ist der klare Favorit im Duell mit Alexandre Müller (Mittwoch ab 8:30 Uhr im Liveticker), auch wenn der Franzose das bis dato letzte Match beim ATP-Turnier von Hamburger für sich entscheiden konnte.
In Melbourne soll Müller indes nur eine Zwischenstation sein für Zverev auf dem Weg zum angepeilten ersten Grand-Slam-Titel. Die Frage der Besaitungshärte wird den 28-Jährige aber weiterhin beschäftigen ...
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