Australian Open 2026: Novak Djokovic liefert eine klare Antwort - der "Centurion" setzt das erste Ausrufezeichen

Novak Djokovic hat seine Visitenkarte bei den Australian Open 2026 abgegeben. Der erste Auftritt des 38-Jährigen nach zehnwöchiger Turnierpause war eine Demonstration der Stärke. Fast schon klar, dass Djokovic dabei einen weiteren Meilenstein seiner famosen Laufbahn erreichte: den 100. Sieg in Melbourne. "Es ist schön, ein Centurion zu sein", so Djokovic. Der Traum von der 25 lebt mehr denn je.

Becker exklusiv zum Djokovic-Auftakt: "Novak in blendender Verfassung"

Quelle: Eurosport

Die Szene erwartete Antworten, und sie bekam sie. Novak Djokovic präsentierte sich beim ersten Auftritt in Melbourne fit und gut vorbereitet. Knapp zwei Wochen vor Beginn des Grand-Slam-Wettbewerbs hatte der Serbe das ATP-Turnier von Adelaide abgesagt, weil er "körperlich noch nicht ganz bereit" sei.
72 Tage nach seinem letzten Match, dem siegreichen Endspiel von Athen im November 2025, hinterließ Djokovic in der Rod Laver Arena einen starken Eindruck - im Hinblick auf sein Aufschlagspiel sogar einen phänomenalen.
Ganze fünf Punkte gelangen Pedro Martínez, wenn Djokovic servierte. "Über den Aufschlag müssen wir keinen Satz mehr sagen - das war heute absolute Weltklasse", lobte Eurosport-Experte Boris Becker den Superstar, den er von 2013 bis 2016 selbst trainierte.
"Man wusste nicht, was einen erwartet. Novak hat zehn Wochen kein Turnier gespielt, aber nun wissen wir: Er ist in blendender Verfassung!"

Djokovic liefert brillante Zahlen

Die Statistiken stützen Beckers Aussagen, Djokovic dominierte in allen Belangen. Der 38-Jährige schlug mehr Winner (49:14), mehr Asse (14:2), erspielte sich mehr Breakchancen (12:0) und kam über den ersten Aufschlag auf die wesentlich höhere Punktquote (93 Prozent zu 60 %).
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Novak Djokovic - Pedro Martínez | 1. Runde | Highlights

Quelle: Eurosport

Es war eine blitzsaubere Vorstellung auf dem "Lieblingscourt, der mir schon so viel gegeben hat", wie der zehnmalige Australian-Open-Champion betonte. Gerade der zweite Satz sei überragend gewesen, viel besser kann er nicht spielen", befand Becker.

Becker: "Hat sich körperlich ein wenig bemerkbar gemacht"

Die Dominanz gegen Martínez brachte Djokovic einen weiteren Vorteil ein: Der Rekordturniersieger stand nur zwei Stunden auf dem Platz, konnte Kräfte sparen, die er noch brauchen wird. Der Routinier habe gegen den Spanier "viele Sprints" absolviert. Das habe sich "körperlich ein wenig bemerkbar gemacht." Tatsächlich dehnte Djokovic während der Partie immer wieder seine Hüfte, echte physische Probleme bekam er allerdings nicht.
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Novak Djokovic bei den Australian Open 2026

Fotocredit: Getty Images

Der erste Schritt zum anvisierten 25. Grand-Slam-Titel ist getan, und auch in der 2. Runde ist Djokovic gegen den italienischen Qualifikanten Francesco Maestrelli der haushohe Favorit. An dieser Rolle dürfte sich bis zum Halbfinale nichts ändern, insofern er das Niveau hält.

McEnroe zu Chancen von Djokovic: Sinner und Alcaraz das Problem

Dem Ausnahmespieler sei ein weiterer Major-Erfolg durchaus zuzutrauen, unterstrich Tennis-Legende John McEnroe bei "TNT Sports". Eigentlich. Nach Lage der Dinge müsste Djokovic dafür im Halbfinale und Endspiel die beiden Dominatoren Jannik Sinner und Carlos Alcaraz bezwingen. "Ich glaube nicht, dass Novak beide schlagen kann, wenn er bereits fünf Spiele hinter sich hat - das ist das Problem", so McEnroe.
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Djokovic exklusiv: "Das ist mein Gameplan für diese Saison"

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Andererseits zeigte Djokovic in der vergangenen Saison eine bemerkenswerte Konstanz bei den vier Grand-Slam-Wettbewerben, kam stets ins Halbfinale und schlug in Melbourne auch Alcaraz.
Nun ist das Happy-Slam-Gefühl zurück beim Serben. "Im Hinblick auf die Leistung war das Gefühl auf dem Platz großartig. Ich könnte es mir nicht besser wünschen", teilte Djokovic auf der Pressekonferenz im Melbourne Park mit.

Djokovic begeistert: "Schön, ein Centurion zu sein"

Ganz nebenbei schwang sich der Weltstar zum "Centurion" auf, wie er selbst ausdrückte. Bedeutet: Der Erfolg gegen Martínez war sein 100. Sieg bei den Australian Open. Bei den French Open steht er bei 101, in Wimbledon bei 102, bei den US Open fehlen noch fünf Siege bis zur 100.
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Tolle Szene: Djokovic kommentiert seinen ersten Titel von 2008

Quelle: Eurosport

"Es ist schön, ein Centurion zu sein. Geschichte zu schreiben ist eine große Motivation, besonders in den vergangenen fünf, zehn Jahren meiner Karriere", so Djokovic. Historische Marken seien eine große Motivation, weiterzumachen.
Den Australian-Open-Rekord hält derzeit (noch) Roger Federer mit 102 gewonnenen Partien. Djokovic ist auf bestem Wege, den Wert zu knacken, mindestens. Oder wie es Becker formulierte: "Es war eine perfekte erste Runde für Novak Djokovic."
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