Alexander Zverev kritisiert Kommunikation zwischen Veranstaltern und Spielerrat: "Sind nur Zuschauer - haben keine Stimme"
VonNiklas Bien
Publiziert 16/01/2026 um 16:25 GMT+1 Uhr
Alexander Zverev hat sich kritisch zum Umgang der Tennisverbände und Turnierveranstalter mit den Spielern geäußert. "Wir sind nur Zuschauer, wir spielen die Spiele. Wenn wir versuchen, uns in der Politik zu beteiligen, haben wir nicht wirklich eine Stimme", sagte Zverev im Vorfeld der Australian Open. Der Hamburger war Teil des ATP-Spielerrates, hatte diesen aber zuletzt verlassen.
Zverev übt Kritik: Viele Gespräche, viel Zeit, keine Veränderungen
Quelle: SNTV
Angesprochen auf die Verteilung der Einnahmen zwischen Veranstaltern und Spielern, zeigte sich Zverev ernüchtert.
"Ich habe nicht das Gefühl, dass es da einen Fortschritt gibt, um ehrlich zu sein", sagte der Vorjahresfinalist der Australian Open: "Vielleicht ist es einer der Gründe, warum ich ausgetreten bin."
Der 28-Jährige hatte als Teil des Spielerrates in den vergangenen Jahren an Gesprächen mit Verbänden und Veranstaltern teilgenommen.
"Ich habe das Gefühl, es wird nur viel geredet und viel Zeit investiert, aber es werden nicht wirklich Veränderung erreicht", monierte Zverev.
Zverev: Spielerrat bringt viel Arbeit und wenig Resultate
Ein zentrales Problem sei auch, dass die verschiedenen Gremien nicht gut miteinander zurechtkämen. "Es ist wirklich schwierig, sie alle in einen Raum zu bekommen."
Entsprechend seien vor allem die Offiziellen gefragt, als Spieler sei man häufig "nur Zuschauer": "Meistens investieren wir viel Zeit, es gibt aber kaum Ergebnisse. Das ist manchmal ein bisschen ärgerlich", sagte Zverev.
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Zverev exklusiv: "... dann kann ich mit den Besten mitspielen"
Quelle: Eurosport
Zwischen den Spielern seien Themen wie die Preisgelder oder der Spielplan zwar nicht im täglichen Gespräch präsent, so Zverev: "Aber wenn wir darüber sprechen, dann schon: Wir haben das Gefühl, dass die Struktur anders sein sollte."
Gerade der Zeitplan und verpflichtende Events seien zentrale Themen. Im Fokus stehe dennoch der Sport, wie Zverev auf der Pressekonferenz betonte: "Alles andere ist für uns zweitrangig."
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