Australian Open: Rybakina gewinnt dramatisches Endspiel gegen Sabalenka - Final-Revanche für 2023
Elena Rybakina hat die Australian Open 2026 gewonnen. Im Finale siegte die Kasachin 6:4, 4:6, 6:4 gegen Aryna Sabalenka und revanchierte sich damit bei der Belarussin für die Endspiel-Niederlage 2023 an gleicher Stelle. In einem engen Finale zweier Hard-Hitterinnen holte Rybakina im Entscheidungssatz einen 0:3-Rückstand auf und gewann ihren insgesamt zweiten Grand-Slam-Titel.
Aryna Sabalenka - Elena Rybakina | Finale | Highlights
Quelle: Eurosport
Elena Rybakina atmete einmal tief durch, dann feuerte sie ein letztes unerreichbares Ass übers Netz: Die eiskalte Kasachin hat sich mit einem Überraschungscoup erstmals zur Königin von Melbourne gekrönt. Im dramatischen Finale der Australian Open schlug Rybakina die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka.
Rybakina rückt mit ihrem Triumph in der Weltrangliste mit nunmehr 7610 Punkten bis auf 368 Punkte an die Zweite Iga Swiatek (Polen) heran. Sabalenka steht mit 10.990 Zählern weiter unangefochten an der Spitze. Für die Kasachin war es das dritte Grand-Slam-Finale: 2022 gewann sie Wimbledon, 2023 verlor sie in Melbourne gegen Sabalenka.
Die Belarussin stand in Melbourne zum vierten Mal in Folge im Endspiel: 2023 und 2024 gewann sie, 2025 verlor sie das Finale gegen Madison Keys (USA). Die 27-Jährige steht damit weiter bei vier Grand-Slam-Siegen bei nun vier Endspiel-Niederlagen. In direkten Duellen der beiden Final-Kontrahentinnen verkürzte Rybakina auf 7:8.
"Dass sie das so im letzten Spiel so spielt, ist championslike", meinte Eurosport-Expertin Barbara Rittner: "Dieses Finale war richtungsweisend: Aggressives Spiel, früh an der Linie, durch die Bälle gehen und vielseitig sein. Das ist die Richtung, in die es geht."
- Australian Open: Alle Ergebnisse im Damen-Einzel im Überblick
- Alle Videos der Australian Open 2026
- Australian Open live bei Eurosport und im Stream bei HBO Max
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/31/image-1b65a09e-88cb-48cc-9703-e9f7a0556757-85-2560-1440.jpeg)
Der Matchball zum Grand-Slam-Sieg: Rybakina schlägt Sabalenka im Endspiel
Quelle: Eurosport
Sabalenka lässt zu viele Breakchancen liegen
Im Duell der beiden starken Aufschlägerinnen fiel die Vorentscheidung des ersten Satzes schon im ersten Aufschlagspiel, das Sabalenka abgab.
Rybakina ließ sich danach im Satzverlauf bei eigenem Aufschlag nicht aus der Ruhe bringen, auch wenn ihr Erster oft klemmte. Die Kasachin hielt die Ballwechsel in der vollbesetzten Rod Laver Arena bewusst kurz und überzeugte mit präzisem Spiel.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/31/image-e573385d-23e3-4370-ac44-0edb2e26c04c-85-2560-1440.jpeg)
Fehlstart ins Finale: Sabalenka wird gleich gebreakt
Quelle: Eurosport
Sabalenkas knallharte Grundschläge kamen in der Rod Laver Arena, die sich wegen Regens in Melbourne in eine Tennishalle verwandelt hatte, anfangs nicht zur Geltung. Die Belarussin ließ auch zwei Breakchancen ungenutzt.
Nach 38 Minuten nutzte Rybakina, die wahres Power-Tennis spielte und damit ihre Gegnerin oft unter Druck setzte, ihren ersten Satzball zum verdienten 6:4 - der erste Satzverlust im gesamten Turnierverlauf für Sabalenka, die zuletzt auch schon das Endspiel der WTA Finals gegen Rybakina verloren hatte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/31/image-6a815dd3-0c8f-46ad-9353-268e5d8c93de-85-2560-1440.jpeg)
Entschlossene Rybakina gewinnt Satz eins im Finale
Quelle: Eurosport
Sabalenka erzwingt Entscheidungssatz
Zu Beginn von Satz zwei erhöhte Sabalenka die Schlagzahl. Bei Rybakinas erstem Aufschlagspiel konnte die Belarussin aber gleich drei Breakchancen nicht umsetzen (am Ende: 2/8).
Die Ballwechsel wurden weiter von gewaltigen Aufschlägen und Returns bestimmt und blieben in der Regel entsprechend kurz.
Bis 5:4 Sabalenka blieb alles in der Reihe, dann erspielte sich die 27-Jährige bei Aufschlag Rybakina gleich drei Breakbälle und nutzte gleich ihren ersten zum Satzausgleich. 1:28 Stunde war bis dahin gespielt. Auch für Rybakina war das der erste Satzverlust im Turnierverlauf.
"Es steckt hier viel Taktik dahinter", analysierte Eurosport-Expertin Barbara Rittner: "Bis Mitte des Satzes schien Rybakina noch unbezwingbar, dann schlichen sich Fehler ein."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/31/image-7305813e-a1c9-4d4c-b591-e21eafc124a5-85-2560-1440.jpeg)
Rybakina im Sieger-Interview: "Habe nicht an die Wende geglaubt"
Quelle: Eurosport
Sabalenka kann 3:0-Führung nicht nutzen
Unter dem Eindruck des Satzverlustes wankte die Kasachin nun und Sabalenka, die ihr siebtes Major-Finale auf Hartplatz in Folge spielte, witterte ihre Chance. So zog die Belarussin im Entscheidungssatz auf 3:0 davon, war aber weit davon entfernt, ihre eigenen Aufschlagspiele souverän durchzubringen.
So kam Rybakina mit dem Rücken zur Wand wieder ran, glich aus und breakte Sabalenka sogar ein weiteres Mal zur 4:3-Führung.
Weil die 26-Jährige danach ein weiteres Mal ihren eigenen Aufschlag durchbrachte, gewann sie sogar fünf Spiele in Folge, ehe Sabalenka noch einmal auf 4:5 verkürzte.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/31/image-2ae2835d-56f5-4ab8-8eca-6f7571f8e483-85-2560-1440.jpeg)
"Was für eine Wende!" Sabalenka patzt - Rybakina dreht Finale erneut
Quelle: Eurosport
2,44 Millionen Euro Preisgeld für Rybakina
Nach 2:17 Stunden verwandelte Rybakina vor den Augen von Angelique Kerber, der Turniersiegerin von 2016, dann aber ihren ersten Matchball mit einem Ass.
Die 26-Jährige zementierte ihren Status als Favoritinnenschreck - bereits zum neunten Mal gelang ihr ein Sieg gegen die Führende im WTA-Ranking.
Die Siegerin darf sich umgerechnet über 2,44 Millionen Euro Preisgeld freuen. Für die Finalistin gibt es immerhin noch 1,26 Millionen Euro.
Becker: Sabalenka hat die Nerven nicht bewahrt
"Kompliment an beide Damen. Es war ein tolles Match auf hohem Niveau. Das kann man nicht von jedem Finale behaupten", meinte Eurosport-Experte Boris Becker, für den Sabalenka das Match selbst verloren hatte.
"Sie führte 3:0 im dritten Satz. Das muss sie über die Ziellinie retten. Sie wurde etwas hektisch und der Arm schwer. Die Coolness von Rybakina war aber sagenhaft", meinte der sechsfache Grand-Slam-Sieger.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/31/image-821d49ef-63ab-41c6-9bb4-acbdf135ced4-85-2560-1440.jpeg)
Becker und Rittner analysieren Finale: "Sabalenka hat Match verloren"
Quelle: Eurosport
Dass Sabalenka die emotionalere Spielerin ist, sei "in den entscheidenden Momenten vielleicht ein kleiner Nachteil" gewesen. Trotzdem schaue er "Sabalenka gerne zu. Man sieht immer genau, wie es ihr geht. Sie ist gut für die Damen-Tour. Aber in den entscheidenden Momenten hat sie wieder mal nicht die Nerven bewahrt."
Das könnte Dich auch interessieren: Zverevs heroisches Scheitern: Unterhaltsamer Sisyphos
Verpasse keinen Moment der Australian Open, dem ersten Grand-Slam-Turnier der Saison – streame jedes Match live und auf Abruf auf HBO Max.
(mit SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/01/31/image-d572c13d-76c4-4b13-ad1e-b06cab944dee-85-2560-1440.jpeg)
"Was ist mit der los?!" Rybakina glänzt gegen Sabalenka
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Ergebnisse
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/geo/country/flag/large/4387.png)
/images.sports.gracenote.com/images/lib/basic/geo/country/flag/large/2236.png)
4
6
4
6
4
6
Kommentar
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/18/image-ec453673-a7e8-4c9b-a566-6689a5fb6276-68-310-310.jpeg)