Australian Open - Michael Zheng schlägt Sebastian Korda und bangt um sein Preisgeld: "Möchte keinen Ärger bekommen"

Umgerechnet rund 130.000 Euro Preisgeld hat Michael Zheng mit seinem Einzug in die zweite Runde der Australian Open bislang eingefahren. Ob der Qualifikant die gewaltige Summe behalten darf, steht allerdings noch nicht fest. Der 21-Jährige ist offiziell noch als Student bei der Columbia University eingeschrieben. Eigentlich ist die Lage klar, Zheng hat aber Hoffnung, das Geld behalten zu dürfen.

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Mit dem Sieg über seinen Landsmann Sebastian Korda hat Michael Zheng sein Melbourne-Märchen vorerst veredelt.
Der 21-Jährige kämpfte sich durch drei Qualifikationsrunden und hat mit dem 6:4, 6:4, 3:6, 6:7 (0:7), 6:3 gegen Korda seinen ersten Tour-Sieg überhaupt eingefahren.
Was die Weltranglistenpunkte angeht, ist der Zwischenerfolg ein Quantensprung für die Nummer 174 der Weltrangliste. Aus finanzieller Perspektive ist die Lage derweil nicht ganz so klar.
Denn: Der Psychologiestudent ist noch an der Columbia University eingeschrieben. Im Normalfall dürfen College-Studenten nur die Preisgelder behalten, die ihre Ausgaben für den Sport decken.

Zheng berät sich mit seinem Trainer

"Ich habe das Gefühl, dass die Grenze zwischen Profikarriere und Studium in gewisser Weise verschwommener geworden ist als früher", sagte der US-Amerikaner.
Er habe Spekulationen darüber gehört, so Zheng, dass er das Preisgeld durch seinen Status als Senior im letzten Semester annehmen dürfe. Er wolle aber kein Risiko eingehen.
"Ich werde mit unserem Cheftrainer sprechen und versuchen herauszufinden, wie es mit dem Preisgeld aussieht, ob ich es annehmen darf oder nicht", sagte Zheng: "Ich möchte keinen Ärger bekommen oder so."
Vor wenigen Monaten war der 21-Jährige noch außerhalb der Top 700, kletterte durch mehrere Challengertitel Ende des vergangenen Jahres aber unter die besten 200 Spieler der Welt.

Duell mit Alcaraz in Runde drei?

Seine Rolle als College-Athlet habe ihn auf die engen Momente des Profi-Tennis vorbereitet, so Zheng: "Ich war tatsächlich nervöser vor dem Finale der NCAA als vor diesem Match."
In der zweiten Runde trifft der Qualifikant auf Corentin Moutet. In der dritten Runde würde Zheng auf Carlos Alcaraz - oder den Deutschen Yannick Hanfmann - treffen.
"Wenn ich Carlos Alcaraz in der dritten Runde schlage, werde ich vielleicht darüber nachdenken, Profi zu werden", scherzte Zheng.
Der klare Plan: "Wenn ich hier fertig bin, gehe ich also zurück zur Uni", sagte der US-Amerikaner. Mit wie viel Geld er an die Universität zurückkehrt, wird in den kommenden Tagen noch zu klären sein.
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