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Nadal in London raus
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Publiziert 25/11/2011 um 00:43 GMT+1 Uhr
Für Rafael Nadal sind die ATP World Tour Finals in London nach der Gruppenphase beendet. Der Spanier unterlag im entscheidenden Vorrunden-Match mit 6:7 (2:7), 6:4, 3:6 gegen Jo-Wilfried Tsonga aus Frankreich, der in Gruppe B damit dem Schweizer Roger Federer in die Runde der letzten Vier folgte.
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Zwei Tage nach seinem Debakel gegen Roger Federer war Nadal sichtlich um Wiedergutmachung bemüht. Doch Tsonga, Sieger der Hallenturniere von Wien und Metz, machte früh deutlich, dass er keinesfalls den Aufbaugegner geben würde.
Vor allem im ersten Satz begeisterten beide mit einem bärenstarken Service. Während Nadal anschließend die Ballwechsel in die Länge zog und auf Fehler Tsongas lauerte, suchte dieser sein Glück im Serve-and-Volley. Beide Taktiken waren von Erfolg gekrönt.
Beim Stand von 2:1 erspielte sich Tsonga zwar zwei Break-Bälle, doch Nadal wehrte beide ab. Es sollte für den restlichen Verlauf des ersten Satzes das einzige Mal sein, dass einer der Spieler um seinen Aufschlag bangte.
Es war nur logisch, dass die Entscheidung im Tie-Break fiel. Tsonga erspielte sich vier Satzbälle und konnte den ersten direkt per Ass verwandeln.
Break-Chancen Mangelware
Im zweiten Satz blieb das Bild unverändert. Weder die Nummer zwei noch die Nummer sechs der Welt ließen Break-Chancen zu - bis zum Stand von 5:4 zugunsten Nadals.
Insgesamt vier Break- beziehungsweise Satz-Bälle benötigte Nadal, um die Entscheidung über den Halbfinaleinzug in den dritten Satz zu vertagen. Mit einem lauten "come on" pushte sich der Spanier nach den ersten zwei vergebenen Möglichkeiten und belohnte sich für sein zielstrebiges Tennis zu diesem Zeitpunkt des Matches.
Beim Stand von 1:1 im finalen Satz fiel die Vorentscheidung. Nadal setzte den Vorhand-Volley gegen Tsongas Laufrichtung mit zuviel Länge ins Aus und gab dem Franzosen so drei Break-Chancen. Per Stop ging dieser mit 2:1 in Führung und setzte sich mit einem erfolgreichen Service sofort weiter ab.
Tsonga überzeugt am Netz
Mit seinem zweiten Break erhöhte er sogar auf 5:2. Das sofortige Re-Break Nadals warf Tsonga jedoch nicht aus der Bahn. Stattdessen erspielte er sich drei Matchbälle und verwandelte den ersten nach 2:42 Stunden mit einer Cross-Vorhand.
Tsongas große Stärke war immer wieder das Spiel am Netz. 36-mal suchte er im gesamten Match den Weg dorthin, 27-mal wurde er dafür mit dem Punktgewinn belohnt. Mit unglaublichen 46 Gewinnschlägen gelang es ihm immer wieder, Druck auf Nadal auszuüben. Auch 45 vermeidbare Fehler konnten so den Halbfinaleinzug der Nummer sechs der Weltrangliste nicht verhindern.
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