Berlin: Dominic Thiem greift nach Tennisthron von Novak Djokovic

Der Weltranglistendritte Dominic Thiem spricht in Berlin über seinen Angriff auf den Tennisthron. "Natürlich will ich noch weiter raufkommen. Das ist klar", sagte der Österreicher nach seinem Halbfinal-Erfolg bei den bett1ACES gegen Jannik Sinner. Doch alles hängt davon ab, ob der Restart der ATP-Tour wie geplant Anfang August gelingt. Thiem ist jedoch äußerst skeptisch.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Dominic Thiem gibt sich in Berlin extrem locker. Dem Dritten der Tennis-Weltrangliste ist beim Einladungsturnier in der Hauptstadt keine Frage zu viel, ausführlich plaudert der Wiener über seine aktuelle Situation. Dabei wirken seine Gedanken geordnet, Thiem formuliert klare Ziele. Dazu gehört auch der Angriff auf den Tennisthron.
"Natürlich will ich noch weiter raufkommen. Das ist klar", sagte der 26-Jährige nach seinem Halbfinalsieg im Steffi-Graf-Stadion über Top-Talent Jannik Sinner (Italien). Sein großes Ziel bleibt ein Grand-Slam-Sieg, doch wenn nach Corona endlich wieder die Normalität zurückkehrt, will er auch wieder an dem Ziel arbeiten, "im Ranking weiter nach oben zu klettern". Noch stehen der Serbe Novak Djokovic und Rafael Nadal (Spanien) klar vor ihm.

Thiem über Restart: "Das Ganze steht auf wackeligen Beinen"

Dem Grand-Slam-Sieg war er zu Beginn des Jahres schon ganz nah, als er bei den Australian Open im Finale dem Dauerchampion Djokovic in fünf Sätzen unterlag. "Danach habe ich einige Tage und Wochen daran geknabbert, bin Nacht für Nacht das Spiel durchgegangen, um herauszufinden, was ich hätte besser machen können", berichtete der ehrgeizige Thiem.
Mittlerweile hat der Sandplatzspezialist die Niederlage abgehakt und bereitet sich gedanklich auf den Restart mit den Turnieren in den USA und dem geplanten Auftakt der US Open am 31. August vor. "Das Ganze steht auf wackeligen Beinen", sagte Thiem, der angesichts der steigenden Coronazahlen in den USA skeptisch bleibt. Letztendlich liege die Entscheidung bei der US-Regierung und dem New Yorker Bürgermeister, meinte der Tennisprofi.

ATP-Restart: Thiems-Finalgegner Berrettini sketptisch

Auch sein Finalgegner von Berlin, der Italiener Matteo Berrettini weiß nicht so recht, wie es weitergehen wird. "Das ist eine harte Frage", sagte Berrettini, als er gefragt wurde, ob der Restart kommen solle. Das Wichtigste sei die Gesundheit. "Wenn es für mich und mein Team nicht sicher ist, werden wir nicht dorthin gehen. Aber es ist ja noch etwas Zeit", sagte der Weltranglistenachte.
Auch Thiem muss sich mit der Unwissenheit abfinden, das Nichtstun bestimmt mittlerweile zu einem großen Teil seinen Alltag. In Berlin leben die Sportler abgeschirmt von anderen Menschen in einer sogenannten Bubble. "Man verbringt viel Zeit im Hotel. Ich habe mir die Matches des Turniers am Fernseher angeschaut, dann essen bestellt und bin zwischen 21.30 und 22.00 Uhr ins Bett gegangen", schilderte Thiem einen typischen Tag in der Berliner Blase und gab sich auch da wieder äußerst auskunftsfreudig.
Das könnte Dich auch interessieren: Nach hartem Kampf: Thiem steht im Finale von Berlin
(SID)
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung