Boris Becker bestreitet in Strafprozess Täuschung über Verbleib seiner Trophäen - Staatsanwaltschaft erhob Vorwürfe

Boris Becker hat eine absichtliche Täuschung der Behörden über den Verbleib seiner Tennis-Trophäen bestritten. Staatsanwältin Rebecca Chalkley hatte dem 54-Jährigen in dessen Prozess vorgeworfen, die Finanzbeamten "an der Nase herumgeführt" zu haben, als er behauptete, nichts über den Standort vieler Pokale zu wissen. Diese Behauptung sei "nicht korrekt", sagte Becker am Montag.

Boris Becker in London

Fotocredit: Getty Images

Der dreimalige Wimbledonsieger hatte zuvor angegeben, dass ihm "viele" seiner Trophäen fehlen würden. Dies sei kaum vorstellbar, entgegnete Chalkley im Londoner Gericht Southwark Crown Court.
Zu den Pokalen, die Becker nach seiner Insolvenz 2017 nicht wie vereinbart übergeben haben soll, gehören auch die Trophäen für zwei seiner drei Wimbledon-Einzeltitel sowie sein Olympiagold im Doppel von 1992 und die Siegerstücke der Australian Open von 1991 und 1996.
Becker, der in seiner Sportlerkarriere unter anderem sechs Grand-Slam-Turniere gewann, wird mangelnde Kooperation in seinem Insolvenzverfahren vorgeworfen. Bei einer Verurteilung drohen dem Wahl-Londoner bis zu sieben Jahre Haft. Er weist die Vorwürfe zurück.
(SID)
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Quelle: Perform

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